07.09.2011

Frankfurter Tag der Verkehrsgeschichte

Mit Bahn und Bus zurück in die Vergangenheit

Wer sich schon immer einmal auf eine Zeitreise durch die Verkehrsgeschichte Frankfurts begeben wollte, hat am kommenden Sonntag, 11. September 2011, beim Frankfurter Tag der Verkehrsgeschichte die Gelegenheit dazu.

Die VGF beteiligt sich zusammen mit dem Verein Historische Straßenbahn der Stadt Frankfurt am Main e. V. (HSF) mit Sonderfahrten mit Straßenbahn- und Busveteranen, sowie mit vielen Aktionen im Verkehrsmuseum Frankfurt am Main im Stadtteil Schwanheim. Außerdem beteiligen sich die Historische Eisenbahn Frankfurt e. V. mit einem Tag der offenen Tür auf ihrem Betriebsgelände in der Intzestraße im Osthafen und das Frankfurter Feldbahnmuseum e. V. mit einem Fahrtag im Rebstockpark am Aktionstag.

MAXI TRAIN im Verkehrsmuseum
Von 10 bis 17 Uhr bietet das Verkehrsmuseum die Möglichkeit, die Geschichte des Öffentlichen Personennahverkehrs in Frankfurt näher kennen zu lernen. Neben vielen Trieb- und Beiwagen der Straßenbahn aus längst vergangenen Tagen, sind ein Pferdebahnwagen als Vorläufer der elektrischen Straßenbahn, die zwischen 1872 und 1903 zum Einsatz kamen, sowie eine der ersten elektrischen Straßenbahnen Deutschlands, die „Knochemiehl“ aus dem Jahr 1884, zu sehen. Daneben gibt es verschiedene Frankfurter Straßenzüge originalgetreu im Maßstab 1:87 auf der museumseigenen Modellstraßenbahnanlage und zahlreiche weitere Exponate wie Fahr- und Netzpläne, Fahrkarten, Dienstkleidung, Zielschilder und Haltestellen zu bewundern. Kinder können sich in der Kinderfahrschule und in einem Modell des Ebbelwei-Expreß als Straßenbahnfahrer versuchen und die am Tag der Verkehrsgeschichte teilnehmenden Museen in einer museumsübergreifenden Rallye erkunden. Im Museumsshop können Fachliteratur, Fahrzeugmodelle, Ansichtkarten, Krawattennadeln und Pins erworben werden. Als besondere Attraktion zum Tag der Verkehrsgeschichte steht im Freigelände des Verkehrsmuseums neben dem Gelenkbus der VGF und einem Rüstwagen Schiene der Feuerwehr Frankfurt, ein MAXI TRAIN, ein bei der STROH Busverkehrsgesellschaft im Main-Kinzig-Kreis eingesetzter Bus mit Anhänger.

Tag der offenen Tür bei der Historischen Eisenbahn
Die Historische Eisenbahn fährt mit einem Wendezug, bespannt mit zwei Dieselloks, stündlich von 10 bis 17 Uhr zwischen dem Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ und dem provisorischen Haltepunkt „Intzestraße“. Beim Tag der offenen Tür auf dem Betriebsgelände der Normalspureisenbahner können sich die Besucher auf dem Führerstand der Dampflok 52 4867 deren Funktionsweise erklären lassen oder im Lokschuppen den Monteuren bei der Aufarbeitung der Diesellok V36 406 über die Schultern schauen. Zu bestaunen gibt es zudem zwei Oldtimerfeuerwehrautos. Im Souvenirshop kommen alle Eisenbahnfans auf ihre Kosten. Videovorführungen von Fahrten mit den beiden Dampfloks des Vereins und ein Gewinnspiel runden das Programm ab.

Geführter Stadtrundgang durch die Geschichte der Frankfurter Eisenbahn
Unter dem Motto "Bismarck, Lenin und das Galgenfeld" startet  um 15 Uhr am Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ der historischen Eisenbahn ein geführter Stadtrundgang durch die Geschichte der Frankfurter Eisenbahn. Die Führung Bernhard Hagers von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte umreißt die Zeit von 1839 bis zur Gegenwart. Unter anderem werden die Hafenbahn und der Hauptbahnhof vorgestellt. Neben der historischen Entwicklung der Eisenbahn werden auch die Stadtgeschichte sowie Fragen zu Architektur und Städtebau berücksichtigt. Während des Rundgangs wird dann auch verraten, was Bismarck, Lenin und das Galgenfeld mit Frankfurt und der Eisenbahn zu tun haben.

Mit der Feldbahn durch den Rebstockpark
Über 50 Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven, etwa 150 Wagen aller Art, von der Kipplore bis zum Kleinbahn-Personenwagen, sowie die Ausstellungen in den Hallen und auf dem Gelände des Frankfurter Feldbahnmuseums dokumentieren die einstige Vielfalt dieses Verkehrsmittels. Die Exponate sind teilweise über 100 Jahre alt. Empfehlenswert ist auch die Fahrt in einem von einer Dampflok gezogenen Personenzug, der durch die sehenswerten Kleingärten und Parkanlagen des Rebstockparks verkehrt.

Straßenbahn- und Bus-Veteranen pendeln zwischen den Veranstaltungsorten
Besonders beliebt ist der alljährliche Einsatz von Straßenbahn-Oldtimern der VGF. Sie verkehren mit der Linienbezeichnung „V“ im 30-Minuten-Takt vom Verkehrsmuseum über Niederrad, Friedensbrücke, Hauptbahnhof/Münchener Straße, Altstadt und Ostbahnhof zur Hugo-Junkers-Straße in Fechenheim und zurück. Von der Haltestelle „Römer/Paulskirche“ ist über einen kurzen Fußweg über den Römerberg der Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ der Historischen Eisenbahn erreichbar. Zudem kann das Betriebsgelände der Historischen Eisenbahn von der Haltestelle „Riederhöfe“ aus erreicht werden. Das Ein- und Aussteigen in die historischen Straßenbahnen ist an allen Haltestellen entlang des Linienwegs möglich. Zum Einsatz kommen Fahrzeuge, die heute nicht mehr im Linienbetrieb eingesetzt werden. Sie stammen aus den Jahren 1956 bis 1978.

Drei historische Busse verkehren stündlich ab dem Verkehrsmuseum über das Feldbahnmuseum zum Haltepunkt „Eiserner Steg (Fahrtor)“ mit Anschluss an den Pendelzug der Historischen Eisenbahn. Von dort geht es am Mainufer entlang wieder zurück zum Verkehrsmuseum. Zwischen dem Verkehrsmuseum und dem Feldbahnmuseum fahren die Busse halbstündlich. Zum Einsatz kommen u. a. historische Busse aus Nürnberg und aus der Schweiz.

Kombitickets für Museen und Pendelverkehr
Besonders praktisch sind die angebotenen Kombitickets für Einzelpersonen und Familien, die im Verkehrsmuseum, im Feldbahnmuseum und bei den Zugbegleitern des Dampfzugs erhältlich sind. Das Kombiticket kostet für Erwachsene zehn Euro, für Kinder fünf Euro und für Familien (2 Erwachsene und 2 Kinder) 20 Euro. Im Ticketpreis sind der Eintritt ins Verkehrsmuseum, ins Feldbahnmuseum und auf das Betriebsgelände der Historischen Eisenbahn sowie die Fahrt im Wendezug, in den historischen Straßenbahnen und den Oldtimer-Pendelbussen enthalten.

Die Besucher dürfen sich auf ein Fahrgefühl wie anno dazumal freuen. Alle Informationen zur Veranstaltung sowie die genauen Fahrpläne der historischen Straßenbahnen und Busse können im Internet unter

                                  www.verkehrsmuseum.info,
                    www.frankfurt-historischeeisenbahn.de und
                                      www.feldbahn-ffm.de

 

nachgelesen und heruntergeladen werden.

An allen Veranstaltungsorten wird für das leibliche Wohl der Besucher bestens gesorgt. 

 

Pressekontakt:

Thomas Lusmöller
HSF-Vereinskommunikation
E-Mail: thomas.lusmoeller@hsf-ffm.de

Dana Vietta
VGF-Unternehmenskommunikation
E-Mail: d.vietta@vgf-ffm.de


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