24.01.2012

Neue Fahrtreppen: VGF investiert 3,9 Millionen €

Die VGF setzt die Modernisierung ihrer Fahrtreppen fort. Nur sechs der 269 Anlagen stehen zurzeit wegen Instandhaltung.

Die VGF wird in diesem Jahr etwa 3,9 Millionen € in zwölf neue Fahrtreppen investieren: jeweils zwei in den Stationen „Hauptwache“, „Alte Oper“ und „Schweizer Platz“, vier im Südbahnhof und jeweils eine Anlage in den Stationen „Seckbacher Landstraße“ und „Bockenheimer Warte“. Die neuen Treppen werden den Kunden durch einen ruhigeren Lauf mehr Fahrkomfort bieten, außerdem zeichnen sie sich durch eine geringere Störanfälligkeit und einen reduzierten Wartungsbedarf aus. Der Stückpreis für eine neue Fahrtreppe beläuft sich – je nach Länge und technischer Ausführung – auf rund 250.000 bis 280.000 €.

Die für 2012 geplanten Modernisierungen haben noch nicht begonnen, die notwendige Ausschreibung läuft zurzeit. Die jetzigen Arbeiten an drei Fahrtreppen in der Station „Hauptwache“ sowie einer an der Station „Miquel- / Adickesallee“ gehören noch zu dem Paket des Jahres 2011, ebenso die danach anstehende Erneuerung von zwei Anlagen in der Station „Willy-Brandt-Platz“ und je einer in den Stationen „Hauptwache“ und „Miquel- / Adickesallee“. Diese Arbeiten sollen Anfang Mai abgeschlossen sein. 

Instandhaltung und Reparatur

Derzeit betreibt die VGF 269 Fahrtreppen in ihren 27 unterirdischen Stationen, davon stehen wegen unvorhergesehener Instandhaltung zurzeit nur sechs: drei an der Hauptwache, zwei in Bornheim Mitte und eine an der Station „Festhalle / Messe“. Drei dieser Anlagen sollen am morgigen Mittwoch wieder in Betrieb gehen. Im Jahr 1973 wurden die ersten drei Treppen in der Station „Willy-Brandt-Platz“ eröffnet; die zwei neuesten Exemplare fahren seit Ende 2011 in der Station „Miquel- / Adickesallee“. Mit 13,2 Metern Förderhöhe sind die zwei Außenfahrtreppen in der Station „Dom / Römer“ die längsten Anlagen im Netz der VGF. 

Fahrtreppen – umgangssprachlich auch als „Rolltreppen“ bezeichnet – sind ein wesentliches Element des Fahrgastkomforts in U-Bahn-Stationen, denn durch sie wird mobilitätseingeschränkten oder schwer bepackten Fahrgästen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erleichtert. Deshalb ist es Ziel der VGF, durch intensive Wartung, Störungen an den Fahrtreppen so selten wie möglich zu halten oder Defekte umgehend zu beheben. Was aber leider nicht immer möglich ist: Die häufigsten Ursachen für den unbeliebten Stillstand sind zum einen der Missbrauch der Nothalteeinrichtungen, zum anderen automatische Abschaltungen, die von Gegenständen im Stufeneinlauf – Schrauben, Steine oder Streusplitt, die ihren Weg hierher häufig auch nicht durch Zufall gefunden haben – hervorgerufen werden. Die durchschnittliche Standzeit von Fahrtreppen beträgt bei der VGF etwa vier Stunden, ausgenommen hiervon sind schwere Mängel oder Schäden, wie defekte Handläufe oder Antriebe. Längere Ausfälle sind zum einen auf Lieferzeiten für die benötigten Ersatzteile zurück zu führen, zum anderen darauf, daß der Einbau einer komplett neuen Treppenanlage wirtschaftlicher als eine Reparatur sein kann. Eine solche Entscheidung, die mit zeitaufwendiger Ausschreibung und Vergabe verbunden ist, trifft die VGF so schnell wie möglich, um einen zu längeren Ausfall zu vermeiden.

Alle Außenfahrtreppen der U-Bahn-Stationen sowie die Fahrtreppen in den Gemeinschaftsbauwerken „Hauptbahnhof“, „Hauptwache“ und „Konstablerwache“, für die die VGF verantwortlich ist, werden monatlich gewartet. Alle übrigen Fahrtreppen einmal alle zwei Monate. Für diese Instandhaltung und Wartung beschäftigt die VGF seit Oktober 2009 20 eigene Service-Mitarbeiter. Die Fahrtreppen werden darüber hinaus einmal jährlich vom TÜV Hessen geprüft und neue Anlagen vor ihrer Eröffnung von diesem abgenommen. 

Neue Fahrtreppen

Uneingeschränkte Mobilität für alle ist ein Unternehmensziel der VGF, daher spielen die Fahrtreppen und deren Erneuerung eine wichtige Rolle. 2004 entwickelte das Unternehmen ein Erneuerungs-Programm, das die Fahrtreppen in vier Kategorien (A bis D) eingestufte. Kriterien für die Einstufung sind Dringlichkeit des Erneuerungsbedarfs, Alter, Zustand und Frequentierung der Anlage: In Kategorie A fiel von 2005 bis 2011 die Erneuerung von 70 Fahrtreppen, zuzüglich zwölf Anlagen in der Station „Hauptbahnhof“, die die VGF marode von der DB AG übernommen hatte und durch neue ersetzte. Bis 2015 plant die VGF die Erneuerung von ca. 70 Fahrtreppen aus der Kategorie B, zu der die zwölf Anlagen gehören, die für 2012 auf dem Programm stehen. In den Kategorien C und D sind 125 Treppenanlagen enthalten, deren Erneuerung für die Jahre 2016 bis 2026 vorgesehen ist.

Hilfe bei stehenden Fahrtreppen

Trotz Investitionen von Arbeit und Geld kann die VGF leider keine 100%-tige Funktion aller 269 Fahrtreppen rund um die Uhr garantieren. Mit Hilfe des so genannten Haltestellentools auf der VGF-Homepage 

www.vgf-ffm.de

können sich Fahrgäste aber bequem von zu Hause – und damit vor Fahrtantritt – informieren, welche Fahrtreppen und Aufzüge jeweils außer Betrieb sind. Diesen Service bietet die VGF vor allem mobilitätseingeschränkten Fahrgästen, die auf funktionstüchtige Fahrtreppen oder Aufzüge angewiesen sind. Das Informationsmodul zum barrierefreien Reisen findet sich im Internet unter: 

www.vgf-ffm.de/de/presseinfo/informationsmodule/barrierefreies-reisen/

 Sollten Aufzüge oder Fahrtreppen doch einmal durch Defekte ausfallen, bietet die VGF als zusätzlichen Service den mobilen Treppensteiger für Rollstuhlfahrer an, welcher telefonisch unter der Rufnummer 

069 213 22708

beim Ordnungsdienst angefordert werden kann. Weitere Informationen dazu finden sich unter

http://www.vgf-ffm.de/de/presseinfo/mobilitaet-fuer-alle/der-vgf-treppensteiger-fuer-rollstuhlfahrer/

ebenfalls im Internet.

 

Pressekontakt:
Bernd Conrads
VGF-Unternehmenskommunikation
Tel.: 069 213 27495
E-Mail: presse@vgf-ffm.de

 


Willy-Brandt-Platz > Hauptwache

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Dom/ Römer > Willy-Brandt-Platz

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