Schnee und Eis behinderten am Samstag den öffentlichen Verkehr – Busse waren besonders betroffen, kurze Störungen von U-Bahn und Straßenbahn hatten kaum mit dem Winterwetter zu tun.
Zum Teil erhebliche Beeinträchtigungen hat der Winter am Sonnabend, 30. Januar 2010, im Straßenbahn-, vor allem aber im Busbetrieb verursacht. Die kurzen Störungen der U-Bahn hatten dagegen mit Eis oder Schnee nichts zu tun.
Gegen 14 Uhr 45 mußte der Busverkehr im Frankfurter Norden eingestellt werden, da sichere Fahrt nicht mehr möglich war. Besonders ärgerlich für Fahrgäste und VGF: Davon waren auch die Busse des Ersatzverkehrs für die U-Bahn-Linien U1 und U3 zwischen Heddernheim und Nordweststadt bzw. Niederursel betroffen. Bis 16 Uhr 49 ging hier nichts.
Obwohl die Winterdienste im vollen Einsatz waren, kam es auch zu Unfällen, die aber, so Busse und Bahnen involviert waren, allesamt glimpflich ausgingen. So stießen um 17 Uhr 48 an der Alten Brücke ein Richtung Hainer Weg fahrender Bus der Linie 30 und ein Personenwagen zusammen. Verletzt wurde niemand, andere Busse konnten die Unfallstelle passieren.
Fast zur gleichen Zeit, gegen 17 Uhr 50, rutschten auf eisglatter Straße zwei bergab fahrende Busse derselben Linie am Wendelsplatz in Sachsenhausen aufeinander. Eine Heckscheibe ging zu Bruch, Verletzte gab es auch hier keine. Beide Fahrzeuge konnten aus eigener Kraft in den Busbetriebshof Rebstock fahren.
Zu zwei leichten Unfällen mit Bussen der Linie 36 und Pkw kam es in der völlig vereisten Straße Unterlindau in Bockenheim. Gegen 19 Uhr 20 rutschte ein Bus Richtung Hainer Weg in einen geparkten Wagen, beim Passieren der Unfallstelle kollidierte der nachfolgende Bus wenige Minuten später mit einen anderen Fahrzeug. Die VGF sperrte daraufhin die Unterlindau für den Busverkehr und leitete die „36er“ über die Bockenheimer Landstraße um.
Auf den Schienenstrecken der VGF kam es ebenfalls zu Behinderungen – auch wenn sie nicht alle auf den Winter zurück zu führen waren und insgesamt harmlos abliefen. So war die Linie U3 von 14 Uhr 20 bis 14 Uhr 54 zwischen Bommersheim und Oberursel Bahnhof unterbrochen. Grund: Ein Pkw-Fahrer hatte am Zimmersmühlenweg einem Richtung Niederursel fahrenden U-Bahn-Zug die Vorfahrt genommen und ihn dabei auch gleich übersehen – was auch bei besserer Witterungslage vorkommen soll. Die VGF setzte Taxen als Ersatz ein.
Nur zehn Minuten – von 16 Uhr 25 bis 16 Uhr 35 – dauerte die ganz und gar unwinterliche Behinderung der Linien U1, U2 und U3 wegen eines vorübergehenden Defekts eines Zugs in der Station „Grüneburgweg“. Nachdem die VGF die Bahn wieder flott gemacht hatte, setzte diese ihre Fahrt ohne Fahrgäste ins Depot Heddernheim fort. Eine gleichzeitige Demonstration auf der Eschersheimer Landstraße hätte den Einsatz von Taxen oder Bussen unmöglich gemacht.
Gegen 18 Uhr 48 kollidierten in der Nähe der Haltestelle „Stresemannstraße / Gartenstraße“ ein Pkw und eine Richtung Haardtwaldplatz fahrende Tram der Linie 15. Auch hier: keine Verletzten und nur geringer Schaden. Wegen der schnellen Unfallaufnahme gab es keine große Behinderung.
In den frühen Abendstunden kam es zu weiteren Betriebsunterbrechungen auf Buslinien in den nördlichen Stadtteilen. Hier wurde die Räumung der Straßen durch den stark strapazierten Winterdienst abgewartet. Dadurch normalisierte sich im Laufe der Nacht der Betrieb, der auch am Sonntag tagsüber reibungslos rollte.
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