Frankfurts U-Bahnen und Straßenbahnen zählen zu den größten Klimaschützern der Stadt. Die insgesamt 350 Bahnen fahren seit Jahresanfang ausschließlich mit Mainova-Ökostrom und sparen so jährlich rund 53.000 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid (CO2). Als Zeichen für diese bedeutende Investition in Frankfurts Ökobilanz fährt ab sofort eine eigens gestaltete U-Bahn durch die Mainmetropole. Der VGF-Geschäftsführer Werner Röhre und der Mainova-Vorstandsvorsitzende Constantin H. Alsheimer stellten die mit zahlreichen bunten Motiven verzierte Bahn heute im Betriebshof Heddernheim der Öffentlichkeit vor. Der 25 Meter lange und 38 Tonnen schwere Stadtbahnwagen wird auf den Strecken der Linien U 1, 2, 3, 8 und 9 unterwegs sein.
Die VGF erhält für den Antrieb sämtlicher Bahnen in Frankfurt von der Mainova AG bis Ende Dezember 2012 jährlich rund 140 Millionen Kilowattstunden (kWh) Ökostrom. Dieser Strom trägt das Prädikat „Grüner Strom Label Gold“. Dabei handelt es sich um ein Gütesiegel mit sehr hohem Umweltnutzen, da eine wesentliche Bedingung die zusätzliche Investition in erneuerbare Energien ist. Der Ökostrom wird im Wasserkraftwerkspark im österreichischen Ypps-Persenbeug an der Donau erzeugt.
„U-Bahnen und Straßenbahnen der VGF sind die umweltfreundlichsten Massen-Verkehrsmittel in Frankfurt. Uns ist es wichtig, dass nicht nur beim Einsatz dieser Fahrzeuge in Frankfurt keinerlei Emissionen entstehen, sondern auch die Gewinnung des für uns notwendigen Stroms nachvollziehbar ökologisch ist“, sagte VGF-Geschäftsführer Werner Röhre. Bei „Grüner Strom Label Gold“, so Röhre weiter, sei dies der Fall.
Alsheimer hob hervor: „Ich freue mich, dass der engagierte Einsatz unseres Partners VGF für den Klimaschutz nun für alle Menschen in der Stadt sichtbar ist. Die kommunalen Unternehmen VGF und Mainova treiben damit aktiv die Energiewende in der Stadt Frankfurt voran.“ Die an die VGF gelieferte Menge Ökostrom entspreche dem Verbrauch von 56.000 Frankfurter Durchschnittshaushalten, rechnete Alsheimer vor.
Der Strom wird in österreichischen Wasserkraftwerken an der Donau erzeugt, was vom "Grüner Strom Label e.V." überwacht und zertifiziert wird. „Dafür sind wir auch bereit, höhere Kosten zu tragen“, sagte Röhre. Nach seinen Angaben belaufen sich die zusätzlichen Kosten im Jahr 2011 auf 600.600 € und in 2012 auf 614.250 €. „Ein großer Teil dieser Summe – rund 350.000 Euro pro Jahr – wird allerdings für Investitionen in erneuerbare Energien verwendet“, kündigte Röhre an. Vorgesehen sei, von diesem Geld in Frankfurt entsprechende Photovoltaikanlagen zu errichten.
Der Verein „Grüner Strom Label e.V.“ wird von gemeinnützigen Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden getragen. Träger sind unter anderem der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Deutsche Naturschutzring (DNR).
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VGF
Bernd Conrads
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