Mitten auf der Berger Straße, in der B-Ebene der Station „Höhen-straße“ wird ab heute geprobt und vorgetanzt. Die Station wird zum öffentlichen Proberaum und zur Tanzbühne für junge HipHopper. Getanzt wird jeden Tag - und jeder HipHop-Fan hat ab sofort eine neue „location“: die Höhenstraße.
Neue Signale setzen – mehr Toleranz schaffen
Jugendgruppen fühlen sich im öffentlichen Raum von Erwachsenen oft mit Skepsis betrachtet, auch in U-Bahn-Stationen. Daher soll hier eine Bühne für fantasievolle, sportliche und engagierte Freizeitgestaltung entstehen, die den Jugendkult als Bestandteil einer aufgeschlossenen Gesellschaft integriert und nicht ausschließt. Die junge Tanzgruppe „Ice Tea Crunch“ steht dabei als Ansprechpartner zur Verfügung und motiviert Jugendliche, ihre Potenziale in solche Projekte einzubringen. Mittlerweile trifft sich ein Großteil der Frankfurter HipHop-Szene zum Trainieren im Jugendhaus Heideplatz, des Evan-gelischen Verein für Jugendsozialarbeit in Ffm e.V..
Neue Pulse
Als im Sommer 2009 im Rahmen des Projektaufrufes „Jugendliche im Stadtquartier“ des Bundesinstitutes für Bau- ,Stadt- und Raumforschung neuartige Ideen und Projekte gesucht wurden, um Jugendliche und ihre Ideen in die Entwicklung ihres Stadtteils einzubeziehen, hat sich das Verkehrsdezernat mit dem Projekt Jugend.Frei.Räume beworben. Da Jugendliche viel im Quartier unterwegs sind, spielen auch die Wege zu Haltestellen und deren Umfeld für sie eine wichtige Rolle.
So entwickelten Jugendliche während des in StreetArtFestivals des Jugendhauses Heideplatz in den Herbstferien des vergangenen Jahres in einem workshop die Idee zur „Tanzbühne Höhenstraße“.
Markierungen und ein Schild
Größe der Bühne und Nutzungsbedingungen wurden gemeinsam mit den Jugendlichen festgelegt. Aufgeklebte gelbe Bodenmarkierungen definieren den Proberaum, die Nutzungsvereinbarungen haben die jungen Tänzerinnen und Tänzer auf einem selbstgestalteten Schild aufgeschrieben. „“Toll, ganz schön mutig und verantwortungsvoll“ lobt Stadtrat Lutz Sikorski, „und gleichzeitig ein Signal an uns Erwachsene, Jugendliche mit ihren eigenen Ausdrucksformen von Jugendkultur zu respektieren, zu tolerieren und ihnen Vertrauen entgegenzubringen.“
Offen für alternative Nutzung weiterer Stationen
Verkehrsdezernent Sikorski steht weiteren Ideen für die alternative Belebung Nutzung von Plätzen, Straßen und Unterführungen offen gegenüber. Voraussetzung ist selbstverständlich eine sichere Nutzung und so mussten zunächst auch in der U-Bahn-Station „Höhenstraße“ die Einhaltung von Brandschutz- und anderer Sicherheitsbestimmungen geprüft werden. „Das haben wir, neben der Erstellung der Plakate und den Bodenmarkierungen, übernommen“, sagte Michael Budig, Geschäftsführer der VGF. „Jugendliche im Alter zwischen 13 und 20 Jahren nutzen die Busse und Bahnen der VGF überdurchschnittlich oft und sie bleiben – wenn sie gute Erfahrungen machen – auch in Zukunft dem Nahverkehr verbunden“, so Budig weiter. Mit dem Zur-Verfügung-Stellen unserer Station für dieses kreative Projekt können wir den Jugendlichen zeigen, dass die VGF ein modernes Verkehrsunternehmen ist, dass auch ungewöhnlichen Ideen aufgeschlossen gegenübersteht.“
Bei Rückfragen:
Dana Vietta
Tel.: 069 213 26251
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U 630.07 04:00 – 30.07 14:00