Aufgrund eines Software-Fehlers in der Fahrzeugsteuerung bei Drei-Wagen-Zügen der neuen U-Bahn-Typen „U5“ setzt die VGF bis auf weiteres nur noch Verbände aus zwei Wagen ein. Betroffen sind die Linien U2, U3 und U8.
Im Zugverband arbeiten mehrere Bordrechner zusammen, wodurch längere Signallaufzeiten entstehen. Unter sehr speziellen Umständen kann dieser Effekt Auswirkung auf das Bremsverhalten längerer „U5“-Verbände haben, also auf Züge mit drei oder vier Wagen. Das fiel nach mehr als einem Jahr, in dem Drei-Wagen-Züge ohne solche Auffälligkeiten im Einsatz waren, erstmals vergangene Woche bei einem Zug im Südbahnhof auf. Da er aus der Wendeanlage in die Station einfuhr, waren keine Fahrgäste an Bord. Die VGF zog die Komposition nach der Meldung des Fahrers sofort aus dem Verkehr. Durch anschließende Prüfungen und Probefahrten konnte gemeinsam mit dem Hersteller ein Fehler in der Fahrzeugsteuerung als Ursache diagnostiziert werden.
Zum sicheren Betrieb der Züge stehen dennoch permanent drei weitere Möglichkeiten zur Verfügung, um einen solchen Zug anzuhalten: mit der Magnet-Schienenbremse, mit einer Gefahren-Bremsung oder durch Betätigung des Notaus-Tasters. Unabhängig davon geht die VGF in dieser Sicherheitsfrage aber keinen Kompromiss ein: Züge der Typen „U5“ werden vorerst nur in Doppeltraktion fahren, da in diesen die genannten Laufzeiten der Befehle kürzer sind als in den längeren Zugverbänden.
Mit Bombardier wurde vereinbart, eine neue Software aufzuspielen, die dann in der Praxis geprüft und abgenommen werden muss. Die VGF geht von mehreren Wochen aus.
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Bernd Conrads
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