3,3 Mio. € für neue Fahrtreppen

VGF erneuert in 2011 14 Fahrtreppen. Zurzeit nur vier von 269 außer Betrieb.

Fahrtreppen – umgangssprachlich auch als „Fahrtreppen“ bezeichnet – sind ein wesentliches Element des Fahrgastkomforts in U-Bahn-Stationen, denn durch sie wird mobilitätseingeschränkten oder schwer bepackten Fahrgästen die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel erleichtert. Sollte kein Aufzug vorhanden sein, bleibt ihnen bei defekten Anlagen keine andere Wahl, als die Steintreppe zu benutzen. Daher ist es Ziel der VGF, durch Routine-Wartungen, Störungen an den Fahrtreppen so gering wie möglich zu halten oder Defekte umgehend zu beheben.

 

Derzeit betreibt die VGF 269 Fahrtreppen in ihren 27 unterirdischen Stationen. Im Jahr 1973 wurden die ersten drei Anlagen in der Station „Willy-Brandt-Platz“ eröffnet; die zwei neuesten Treppen wurden kürzlich – im Januar 2011 – im Hauptbahnhof in Betrieb genommen. In dieser Station werden derzeit zwei weitere neue Fahrtreppen fertig gestellt. Mit 13,2 Metern Förderhöhe sind die zwei Außenfahrtreppen in der Station „Dom / Römer“ die längsten Fahrtreppen im Netz der VGF.

 

Instandhaltung und Reparatur

Derzeit sind nur vier der 269 Fahrtreppen vorübergehend und für eine längere Zeit außer Betrieb. Die häufigsten Ursachen für Defekte sind zum einen der Missbrauch der Nothalteeinrichtungen, zum anderen automatische Abschaltungen durch Gegenstände im Stufeneinlauf, zum Beispiel  Schrauben, Steine oder Streusplitt, die ihren Weg hierher häufig auch nicht durch Zufall gefunden haben. Die durchschnittliche Standzeit von VGF-Fahrtreppen beträgt etwa vier Stunden, ausgenommen hiervon sind erhebliche Mängel, wie beispielsweise defekte Handläufe oder Antriebsschäden. Längere Ausfälle – wie zurzeit an der Station „Kirchplatz“ – sind auf lange Lieferzeiten für die benötigten Ersatzteile zurück zu führen oder darin begründet, daß der Einbau einer komplett neuen Treppenanlage wirtschaftlicher als eine Reparatur ist. Eine solche Entscheidung, die mit zeitaufwendiger Ausschreibung und Vergabe verbunden ist, trifft die VGF so schnell wie möglich, um einen zu langen Stillstand zu vermeiden.

 

Alle Außenfahrtreppen der U-Bahn-Stationen sowie die Fahrtreppen in den Gemeinschaftsbauwerken „Hauptbahnhof“, „Hauptwache“ und „Konstablerwache“, für die die VGF verantwortlich ist, werden monatlich gewartet. Alle übrigen Fahrtreppen einmal alle zwei Monate. Für diese Instandhaltung und Wartung beschäftigt die VGF seit Oktober 2009 20 eigene Service-Mitarbeiter. Die Fahrtreppen werden darüber hinaus einmal jährlich vom TÜV Hessen geprüft und neue Anlagen vor ihrer Eröffnung von diesem abgenommen.

 

Neue Fahrtreppen

 

Uneingeschränkte Mobilität für alle ist ein Unternehmensziel der VGF, daher spielen die Fahrtreppen und deren Erneuerung eine wichtige Rolle. 2004 entwickelte das Unternehmen ein Erneuerungs-Programm, das sämtliche Fahrtreppen in vier Kategorien einstufte. Kriterien der Einstufung sind Dringlichkeit des Erneuerungsbedarfs, Alter, Zustand und Frequentierung der Anlage.

 

In Kategorie A fiel von 2005 bis 2010 die Erneuerung von 71 Fahrtreppen, zusätzlich folgte der Ersatz zwölf maroder Fahrtreppen in der Station „Hauptbahnhof“, die die VGF von der DB AG übernommen hatte. Die Arbeiten an den Treppen der Kategorie A werden deshalb voraussichtlich erst im Sommer 2011 abgeschlossen.

 

Von 2011 bis 2015 plant die VGF die Erneuerung von 70 Fahrtreppen aus der Kategorie B. Das Unternehmen wird dafür in diesem Jahr etwa 3,3 Millionen € in 14 neue Treppen investieren: fünf in der Station „Hauptwache“, drei in der Station „Willy-Brandt-Platz“, vier in der Station „Miquel- / Adickesallee“ und zwei weitere in der Station „Grüneburgweg“.

 

Nach einer Ausschreibung hat die Firma ThyssenKrupp Aufzüge GmbH den Zuschlag für die 14 Fahrtreppen des Jahres 2011 erhalten. Diese werden den Kunden durch einen ruhigeren Lauf mehr Fahrkomfort bieten, außerdem zeichnen sie sich durch eine geringere Störanfälligkeit und einen minimierten Wartungsbedarf aus. Die Kosten für eine neue Fahrtreppe belaufen sich je nach Länge und Ausführung auf etwa 250.000 bis 280.000 €.

 

In den Kategorien C und D sind 125 Treppenanlagen enthalten, deren Erneuerung für die Jahre 2016 bis 2026 vorgesehen ist.

 

Hilfe bei stehenden Fahrtreppen

 

Trotz Investitionen von Arbeit und Geld kann die VGF leider keine 100%-tige Funktion aller 269 Fahrtreppen rund um die Uhr garantieren. Mit Hilfe des so genannten Haltestellentools auf dieser Internetseite können sich Fahrgäste aber bequem von zu Hause – und damit vor Fahrtantritt – informieren, welche Fahrtreppen und Aufzüge derzeit außer Betrieb sind. Diesen Service bietet die VGF vor allem mobilitätseingeschränkten Fahrgästen, die auf funktionstüchtige Fahrtreppen oder Aufzüge angewiesen sind. Das Informationsmodul zum barrierefreien Reisen findet sich im Internet unter:

 

https://www.vgf-ffm.de/de/service/service-fuer-fahrgaeste/mobilitaet-fuer-alle/barrierefreies-reisen/

 

Sollten Aufzüge oder Fahrtreppen doch einmal durch Defekte ausfallen, bietet die VGF als zusätzlichen Service den mobilen Treppensteiger für Rollstuhlfahrer an, welcher telefonisch unter der Rufnummer

 

069 213 22708

 

beim Ordnungsdienst angefordert werden kann. Weitere Informationen dazu finden sich unter

 

https://www.vgf-ffm.de/de/service/service-fuer-fahrgaeste/mobilitaet-fuer-alle/treppensteiger-fuer-rollstuhlfahrer/

 

ebenfalls im Internet.

 

Bei Rückfragen:

Sascha Reimann

Tel.: 069 213 22237