Barrierefrei

Neue Aufzüge in der U-Bahn-Station „Eschenheimer Tor“ gehen in Betrieb

Mit der Station „Eschenheimer Tor“ kann die VGF eine weitere Station von ihrem Aufzugsnachrüstungsprogramm streichen. Am 23. März hat der Frankfurter Verkehrsdezernent, Stadtrat Klaus Oesterling, die neuen Fahrstühle in Betrieb genommen.

Zwei Aufzüge machen die Station von heute an barrierefrei: ein von der Oberfläche an der Kreuzung Eschersheimer Landstraße / Bockenheimer Anlage auf den stadteinwärtigen Bahnsteig durchgehender Seilaufzug sowie ein Hydraulik-Aufzug, der von der B-Ebene auf den stadtauswärtigen Bahnsteig führt. Um diesen Bahnsteig zu erreichen, ist ein Umstieg notwendig, da die oberirdische Kreuzung den Einbau eines zweiten durchgehenden Aufzugs nicht möglich gemacht hat. An den rund zweijährigen Arbeiten waren 33 Fachplaner und diverse Bau- und Planungsfirmen beteiligt.

Der nachträgliche Einbau von Aufzügen in 50 Jahre alte U-Bahn-Stationen ist teuer und aufwendig. Die VGF hat rund zwei Millionen € in die Nachrüstung investiert. Die Station „Eschenheimer Tor“ gehört zur „A-Strecke“ und damit zum ältesten Abschnitt der Frankfurter U-Bahn. Eröffnet wurde sie am 4. Oktober 1968 und genau wie die Stationen „Holzhausenstraße“ und „Grüneburgweg“ war sie bei Inbetriebnahme vor 50 Jahren nicht barrierefrei. In den zwei genannten Stationen wurden Aufzüge im Mai 2008 bzw. Dezember 2009 in Betrieb genommen. Alle drei Stationen gehören zum 2004 von der VGF aufgelegten Aufzugsnachrüstungsprogramm. In dessen Rahmen wurden außerdem die Stationen „Kirchplatz“, „Alte Oper“, „Miquel- / Adickesallee“ und „Schweizer Platz“ nachgerüstet. Eine Übersicht über den aktuellen Stand des Programms finden hier.

Nachrüstung wird fortgesetzt

Mit dem Eschenheimer Tor ist das Nachrüstungsprogramm nicht abgeschlossen. Es folgt die im Oktober 1986 ebenfalls aufzuglos eröffnete Station „Westend“ (U6, U7). Hier wurde ein von der Straßenoberfläche (Kreuzung Bockenheimer Landstraße / Myliusstraße) auf den Bahnsteig führender Aufzug beschlossen. Mit den Arbeiten des auf rund 2,92 Millionen € budgetierten Projekts soll im Frühjahr 2019 begonnen werden; die Inbetriebnahme ist für Anfang 2021 vorgesehen.

Zwei weitere Anlagen sind noch nicht barrierefrei: zum einen die Station „Niddapark“, zum anderen die Station „Römerstadt“ (beide U1, U9). In den Stationen müssen die Gleise abgesenkt werden, was beim Bau der Anlagen aber berücksichtigt worden war. Am Niddapark sind zwar Aufzüge vorhanden, diese hat die VGF aber wegen anhaltender Vandalismusschäden – und damit verbunden hohen Kosten – außer Betrieb genommen. Weitere Planungen sind abhängig vom viergleisigen Ausbau der DB-Strecke nach Friedberg, da in dessen Zug bis 2022 der Bau eines S-Bahn-Haltepunkts „Ginnheim“ vorgesehen ist. Damit würde „Niddapark“ zu einer Umsteige-Station, was das Fahrgastaufkommen vergrößern und Vandalismusschäden verringern würde.

Auch die Station „Römerstadt“ verfügt nur über Steintreppen und Rampen an den Ein- und Ausgängen. Planungen der VGF sehen die Nachrüstung bis 2022 vor.