Brasilien vs. Frankreich: Ganz besonderer Kundenservice der VGF auch abseits des WM-Geschehens

Alles dreht sich um Fußball in diesen Tagen. Aber manche Fahrgäste benötigen die ganze Aufmerksamkeit der Fahrgastbetreuer der VGF, auch wenn sie mit Fußball gar nichts zu tun haben.

Am Samstag, 1. Juli 2006, spielten nicht nur Frankreich und Brasilien im Frankfurter Stadion um den Halbfinal-Einzug. Und die am Hauptbahnhof und Stadion eingesetzten Fahrgastbetreuer waren auch nicht nur mit den Fragen und Wünschen auswärtiger Fußball-Fans beschäftigt, wie ein Fahrgastservice ganz besonderer Art zeigt:Am Infopavillon der VGF am Hauptbahnhof meldete sich nämlich gegen 17 Uhr 30 Uhr ein verwirrt wirkender junger Mann, den die Mitarbeiter auf Anfang 30 schätzen. Er hatte nach eigenen Angaben seinen Rucksack verloren, in dem sich wichtige persönliche Dinge befanden, unter anderem auch sein Behindertenausweis, der seine Fahrtberechtigung ist. Mehrere Versuche der Fahrgastbetreuer, ihm zu erklären, dass er sich am Montag ans Fundbüro des Unternehmens in der B-Ebene Hauptwache wenden müsse, scheiterten, weil er die Erklärungen wegen seiner geistigen Behinderung wohl nicht richtig verstand. Er ging dann zunächst seiner Wege, nur um nach kurzer Zeit wieder aufzutauchen und sein Problem erneut zu schildern. Nach einiger Zeit steig er dann in eine Straßenbahn Richtung Stadion, wo er kurz nach Beginn der Spiels am eingesetzten Info-Bus stand und von Fahrgastbetreuer der VGF wieder erkannt wurde.Sie versuchten dann erneut, sein Problem zu lösen oder ihm zumindest zu erklären, wo und wie es sich am Montag erledigen könnte, doch gewannen die Mitarbeiter des VGF-Kundendienstes immer mehr den Eindruck, dass der junge Mann ohne Unterstützung nicht nach Hause finden würde. Da er seine Heddernheimer Adresse nennen konnte, hatten die Fahrgastbetreuer eine ebenso sichere wie flexible Lösung: Sie kauften ihm im Info-Bus einen Fahrschein - obwohl er auch kein Geld mehr dabei hatte, wollte er lobenswerterweise nicht schwarzfahren - und setzten ihn in die nächste Straßenbahn Richtung Hauptbahnhof. Nicht, ohne die dortigen Kollegen telefonisch zu informieren, damit sie den Mann nach seiner Ankunft in ihre vorübergehende Obhut nehmen konnten. Während der Fahrt selbst erklärte sich eine nette Dame in der Tram bereit, aufzupassen und ihn den Fahrgastbetreuern am Hauptbahnhof zu übergeben. Diese wiederum begleiteten den Mann anschließend nach Hause, wo ihn sein sichtlich erleichterter Vater in Empfang nahm.Und der Rucksack mit den Wertsachen? Der war sogar vor seinem Besitzer zu Hause angekommen - ein ehrlicher Finder hatte ihn direkt in Heddernheim abgegeben.Bei Rückfragen:
Bernd Conrads
Tel.: 069 213 23557