"Helden des Nahverkehrs"

Die VGF präsentiert ihre neuen Kampagne.

„Männer unter Strom für eine Stadt in Bewegung! Mit Erfahrung, Sorgfalt und viel Einsatz sorgen Max Engler, Paul Martian und Adrien Nürnberger dafür, dass die Funken auf unseren Oberleitungen immer richtig überspringen. Wir sind stolz darauf, dass solche starken Typen zu jenen 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zählen, die bei uns die Hauptrolle spielen. Jeden Tag.“

Unter dem Titel „High Voltage“ zeigt das dazugehörige VGF-Plakat drei zu allem entschlossene junge Männer. Die müssen aber nicht wie im Action-Reißer „Armageddon“, an den das Motiv erinnert, die Welt retten, als Fahrleitungsmonteure der VGF haben sie „nur“ dafür zu sorgen, daß U- und Straßenbahnen in Frankfurt zu keiner Zeit der Strom ausgeht. Aber eben auch nicht weniger und das will die VGF deutlich machen.

Image-Kampagnen, wie die mit Kinoplakaten für fiktive Hollywood-Blockbuster, mit der die VGF von Dienstag, 16. Juni, an in die Öffentlichkeit geht, sind nichts Neues. Auch nicht, dass Firmen der personalintensiven Verkehrsbranche dabei auf Motive mit Mitarbeitern setzen, ungeachtet moderner Technik oder brandneuer Fahrzeuge, die allenthalben zum Einsatz kommen. Die Düsseldorfer Rheinbahn hat das vor sieben Jahren exemplarisch vorgemacht, als sie auf Plakaten und in Anzeigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorstellte und sie über ihre Tätigkeit sprechen ließ. Die VGF hat diesen Ansatz in ihrer neuen Image-Kampagne „Heros – Helden des Nahverkehrs“ umgedreht: Nicht der Mitarbeiter spricht über seine Firma, diese zeigt vielmehr ihn, stellt ihn und seinen Job vor – und lobt ihn. Wie in dem eingangs zitierten Beispiel mit den drei Fahrleitungsmonteuren.

Der Mensch hinter dem Job

Mit ihrer neuen Kampagne will die VGF nicht nur auf ihre Dienstleistung, sondern vor allem auf die Menschen, die hinter derselben stehen, aufmerksam machen. Sie soll Kunden zeigen, wer hinter Frankfurts Verkehrsunternehmen steckt. Wer dafür sorgt, dass alles läuft und wer Fehler behebt, wenn nicht alles problemlos funktioniert. Damit will die VGF Verständnis für komplexe Abläufe, für das Ineinandergreifen von Arbeitsabläufen, die Zusammenarbeit unterschiedlicher Abteilungen und Mitarbeiter-Teams schaffen, die hinter der oft als selbstverständlich wahrgenommenen Dienstleistung des öffentlichen Nahverkehrs stehen. Dazu Thomas Wissgott, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor des Unternehmens: „Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter, weil sie jeden Tag mit vollem Einsatz ihre Jobs machen. Und wenn es an der einen oder anderen Stelle mal haken sollte, haben unsere Mitarbeiter schon oft gezeigt, dass sie kleine Probleme und große Krisen bewältigen und managen können. Deshalb spielen sie bei uns jeden Tag die Hauptrolle.“ Genauso, wie es auf den Plakaten zum Ausdruck kommt.

Ex- und interner Ansatz

Der Ansatz der neuen Kampagne ist dual. Die VGF möchte ihren Mitarbeitern mit der breiten Veröffentlichung ihre besondere Wertschätzung für Arbeit, Einsatz und Leistung ausdrücken – ein an sich interner Vorgang –, tut dies aber auf dem Weg einer extern publizierte Kampagne. Diese gewünschte Wirkung war der Ausgangspunkt für die Kampagnen-Ausschreibung im Frühjahr. Nach einer Vorauswahl hat die Unternehmenskommunikation fünf Agenturen aus Frankfurt und Umgebung gebeten, ein auf diesem Ansatz basierendes Konzept auszuarbeiten und ein entsprechendes Angebot abzugeben. Durchsetzen, und zwar mit der offensivsten Idee, konnte sich schließlich die Frankfurter Werbeagentur „HUNDERT89 East“. Das Kino-Motiv ist dabei nicht überraschend, denn mit Constantin Film zählt einer der größten deutschen Filmproduzenten und -Verleiher zu den langjährigen Kunden der Agentur.

Laut Thomas Wissgott hat sich die VGF bewußt für ein „lautes“, auf alle Fälle auffallendes Konzept entschieden: „Wir publizieren bewußt eine Kampagne, die nicht für die Verkehrsbranche typisch ist. Aber das mußte und sollte sie auch nicht sein. Wir wollen auffallen, um unsere Botschaften zu zeigen – auf Plakaten oder unseren Bahnen, die die Motive zeigen oder durch die Stadt tragen.“

Mehr als nur Image

Die Kampagne verfolgt mehrere Ziele, sie auf eine reine „Image-Kampagne“ zu reduzieren, griffe zu kurz. Trotzdem ist dieser Begriff ihr Dreh- und Angelpunkt: Die VGF möchte sich ihren eigenen Mitarbeitern, ihren Fahrgästen, denen, die es hoffentlich noch werden, ihrer Eigentümerin, der Stadt Frankfurt, positiv präsentieren. Als offenes, sympathisches, leistungsstarkes und zuverlässiges städtisches Unternehmen mit einer vielfältigen Belegschaft, die sie zu schätzen weiß.

Über das positive Image soll auch ein „Recruitment“-Effekt erzielt werden, denn die Suche nach qualifizierten und engagierten neuen Mitarbeitern wird für die VGF nicht leichter. Starre Tarifkorsette kommen für Unternehmen der Verkehrsbranche erschwerend hinzu, wenn sie auf dem Arbeitsmarkt mit häufig besser zahlenden Industrieunternehmen um Fachkräfte oder solche, die es werden könnten, wetteifern müssen. Lobt nun die VGF in aller Öffentlichkeit ihre Belegschaft, so der Ansatz, wird das positiv aufgenommen. Nach dem Motto „Coole Mitarbeiter + starke Kampagne = attraktives Unternehmen“ soll die VGF als gute und wertschätzende Arbeitgeberin präsent sein, die damit für Auszubildende, Berufsanfänger, Jobwechsler oder Seiteneinsteiger interessant wird.

Dazu nochmals Arbeitsdirektor Wissgott: „Wir wollen unsere Werte nicht nur im Unternehmen täglich leben, sondern sie mit dieser Kampagne auch nach außen zeigen. Dafür haben wir Gesichter der VGF abgebildet und bewusst unsere Vielfältigkeit der Berufe, aber auch der Menschen gezeigt.“ Denn Vielfalt, so Wissgott weiter, zeichne die VGF aus: die rund 2.000 Mitarbeiter kommen aus 22 verschiedenen Nationen.

66 von ihnen haben sich nach einem internen Aufruf in der Unternehmenszeitschrift für die Shootings zur Verfügung gestellt, entstanden sind 14 Motive, die Kinoplakaten für fiktive Filme aller möglichen Genres nachempfundenen sind – Komödie und Krimi, Action und Thriller. Um keine Urheberrechte zu verletzten, wurden keine existierenden Filmtitel adaptiert, im einen oder anderen Fall sind aber deutliche Analogien zu erkennen, die ebenfalls rechtlich geprüft wurden. „High Voltage“, das eingangs beschriebene Plakat mit den Fahrleitungsmonteuren, zeigt das auf besonders anschauliche Art.

Zu sehen sein werden die Motive in den kommenden Wochen in Stationen und Fahrzeugen, auf offiziellen Werbeflächen in der Stadt, auf Bauzäunen, temporären Bauwänden in U-Bahn-Stationen, auf Postkarten sowie auf den besten Werbeträgern des Unternehmens: U- und Straßenbahn-Wagen.

 

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