U-Bahn mit Medaille

50 Jahre Städtepartnerschaft

Als einziger Stadtteil von Frankfurt am Main führt Nieder-Eschbach eine eigene Städtepartnerschaft – und zwar mit der französischen Stadt Deuil-La Barre. Die Partnerschaft besteht dieses Jahr genau 50 Jahre und ist Anlass, dies auf der bestehenden Städtepartnerbahn mit einer Medaille symbolisch festzuhalten. Schon im September 2016 wurde der Wagen 643, ein Wagen des Typs „U5“, auf den Namen der etwa 15 km nordwestlich von Paris im Département Val-d’Oise liegenden Gemeinde getauft. Künftig trägt der Zweirichtungs-Wagen neben dem Namen und Wappen von Deuil-La Barre an vier Stellen, jeweils links und rechts unter den Fahrerfenstern an beiden Seiten, zusätzlich das Symbol für die 50-jährige Städtepartnerschaft.

„Wir freuen uns, dass wir mit der getauften Bahn neben der Verbundenheit Frankfurts zu seinen Partnerstädten jetzt auch diese langjährige Freundschaft optisch dokumentieren können“, sagte Thomas Wissgott, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der VGF.

Für den runden Geburtstag der Städtepartnerschaft wird eine Delegation aus der rund 22.000 Einwohner zählenden Stadt die Gemeinde Nieder-Eschbach besuchen. Der Ortsvorsteher von Nieder Eschbach, Ernst Peter Müller, wird zusammen mit Holger Dyhr als Beauftragen des Ortsbeirats und dem Förderkreis für Europäische Partnerschaft den Besuch aus Frankreich empfangen.

Im Oktober 2003 hatte die VGF damit begonnen, zunächst Straßenbahnen nach Frankfurter Stadtteilen zu benennen. Der erste ausgelieferte „S“-Wagen, Nummer 201, trägt seitdem den Namen „Bornheim“, denn die Taufe fand bei seiner Präsentation im alten Depot an der Heidestraße statt. In loser Reihenfolge kamen bis jetzt 21 andere Stadtteile oder Partnerstädte Frankfurts hinzu.