U-Bahn-Station "Schweizer Platz": Ab heute barrierefrei!

Inbetriebnahme des Schrägaufzugs.

Mit dem zweiten Aufzug am Schweizer Platz wird eine weitere Frankfurter U-Bahn-Station barrierefrei. Nachdem der Aufzug von der B-Ebene auf den Mittelbahnsteig Ende vergangenen Jahres in Betrieb ging, folgt nun am Donnerstag, 14. April 2016, der Schrägaufzug zwischen Oberfläche und B-Ebene.

„Der nachträgliche Einbau von Aufzügen in unsere unterirdischen Stationen ist ein wichtiger Schritt, die Nutzung unserer Stadtbahnen  allen Bürgerinnen und Bürgern einfach zugänglich zu machen und ihnen so Mobilität zu sichern“, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer bei der Eröffnung. Die ca. 2,03 Millionen € Investition in die zwei Anlagen nannte er vor diesem Hintergrund „sehr gut angelegtes Geld“.

Auch VGF-Geschäftsführer Michael Budig zeigte sich zufrieden, daß der Schweizer Platz nunmehr über zwei Aufzüge verfügt. Die Station war am 29. September 1984, in Betrieb gegangen, Baubeginn für den Abschnitt Theaterplatz (heute: Willy-Brandt-Platz) – Südbahnhof war am 15.Mai 1978. „Aus heutiger Sicht ist es schwer nachvollziehbar, warum damals Aufzüge nicht selbstverständlich waren und mitgebaut wurden“, sagte Budig. Der nachträgliche Einbau solcher Anlagen sei um ein vielfaches aufwendiger und teurer. „Außerdem“, so Budig weiter, „belasten solche Arbeiten – wenn auch vorübergehend – Anwohner und Anlieger der betroffenen Stationen.“   

Ungewöhnlicher Schrägaufzug

Im Februar 2013 hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Initiative des für Sachsenhausen zuständigen Ortsbeirates beschlossen, statt des vorgesehenen Senkrechtaufzuges einen - in Frankfurt eher unüblichen - Schrägaufzug zu bauen, um drei Platanen und damit den Charme des grünen Schweizer Platzes zu erhalten.. Insbesondere die Aktionsgemeinschaft Schweizer Straße mit ihrer langjährigen Vorsitzenden Edda Reyl hatte sich für den Schutz der Bäume eingesetzt. Die VGF hat daraufhin neu geplant; im März 2014 begannen die Bauarbeiten.

Aufzugs-Nachrüstung

Die VGF sieht Geschäftsführer Michael Budig beim Thema Barrierefreiheit auf einem sehr guten Weg, denn der Schweizer Platz, wo die Linien U1, U2, U3 und U8 halten, ist die inzwischen sechste unterirdische Station, die das Unternehmen im Rahmen ihres Aufzugs-Nachrüstungsprogramms barrierefrei ertüchtigt hat. Die erste Station war „Holzhausenstraße“ (U1, U2, U3 und U8), wo im Mai 2008 zwei Aufzüge in Betrieb genommen wurden. Es folgten Anlagen an den Stationen „Grüneburgweg“ (U1, U2, U3, U8) und „Kirchplatz“ (U6 und U7) im Dezember 2009 sowie an der Station „Alte Oper“ (ebenfalls U6 und U7) im Oktober 2010. Im Herbst vergangenen Jahres wurden vier Aufzüge an der Station „Miquel- / Adickesallee“ (U1, U2, U3, U8) eröffnet. Auf dem Programm bleiben noch die beiden unterirdischen Stationen „Westend“ (U6, U7) und „Eschenheimer Tor“ (U1, U2, U3, U8). Am Westend laufen die Planungen; für die zwei Aufzüge am Eschenheimer Tor hat der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir einen Förderbescheid über 835.000 € übergeben. Hier beginnen die Arbeiten in diesem Frühjahr, die Inbetriebnahme ist für Ende 2017 vorgesehen.

Nähere Informationen zu bisherigen und künftigen Arbeiten im Rahmen der Aufzugs-Nachrüstung finden Sie hier unter

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