VGF beschafft neue Straßenbahnen

38 "T"-Wagen ersetzen zwischen 2020 und 2023 an die "R"-Wagen - Option für 15 weitere Bahnen.

Kaum ist der letzte „U5“-Wagen auf dem Hof, geht die Erneuerung der Fahrzeugflotte in die nächste Runde. Geplant ist die Ausschreibung von neuen Straßenbahnen, die die Wagen des Typs „R“ ersetzen sollen. Die Ausschreibung wird 38 Fahrzeuge umfassen, außerdem eine Option über den Kauf weiterer 15 Wagen.

 

Am 20. Juni ist die „Präqualifikation“ veröffentlicht worden. Mit derselben wird dem Markt, also den Herstellern, mitgeteilt, dass die VGF eine Beschaffung neuer Fahrzeuge beabsichtigt. Die Hersteller können sich um eine Teilnahme am folgenden Vergabeverfahren bewerben. Hierzu müssen sie ein im „Informationsmemorandum“ geschnürtes Paket aus Fragen beantworten bzw. Erklärungen abgeben. Im August soll die Aufforderung zur Angebotsabgabe durch die VGF erfolgen, die Auftragsvergabe ist für Mai 2018 vorgesehen. Die erste Bahn, die gemäß der Frankfurter Typenbezeichnung der „T“-Wagen sein wird, soll 2020 in Betrieb genommen werden.

 

Klaus Oesterling, Verkehrsdezernent und Aufsichtsratsvorsitzender der VGF hebt hervor: „Frankfurt setzt damit die 2003 mit dem ‚S‘- und 2008 mit dem ‚U5‘-Wagen begonnene Modernisierung der U- und Straßenbahnflotte konsequent fort. Das ist eine weitere Aufwertung der Qualität unseres öffentlichen Nahverkehrs und ein starkes Zeichen der Stadt und ihres Verkehrsbetriebs, denn wir reden von einer weiteren Investition in Millionen-Höhe.“ Tatsächlich hat die VGF in den vergangenen 14 Jahren in 74 „S“- sowie 224 „“U5“-Wagen zusammen rund 700 Millionen € investiert. Auch der neue Geschäftsführer Michael Rüffer, der in verschiedenen Positionen bei der VGF an Entwicklung, Ausschreibung, Beschaffung und Inbetriebnahme der insgesamt 298 Neu-Fahrzeuge seit 2003 beteiligt war, ist mit der Entscheidung sehr zufrieden: „Die ‚R‘-Wagen werden bei Inbetriebnahme ihrer Nachfolger zwischen 23 und 27 Jahren alt sein. Damit ist absehbar, daß sie ein Alter erreichen, bei dem sich Frage stellt, ob eine Ertüchtigung für weitere zehn Jahre oder die Neubeschaffung die wirtschaftlichste Lösung ist.“ Der Aufsichtsrat der VGF stimmte zu, daß der Kauf einer neuen und modernen Fahrzeug-Generation die richtige Lösung ist.

 

Fotos oder eine Fotomontage der neuen Straßenbahnen gibt es noch nicht. Bei den Bahnen soll es sich um Zweirichtungs-Fahrzeuge mit mindestens 70% Niederfluranteil handeln, die Länge beträgt maximal 31 Meter, die Kapazität 48 plus sechs Sitze und ca. 140 Stehplätze. Klimaanlagen – der „R“-Wagen verfügte über keine Geräte und konnte auch nicht nachgerüstet werden – und Video-Überwachung gehören seit Beschaffung der „S“-Wagen zum Standard in Frankfurt. Im Lastenhaft, das die VGF zurzeit erarbeitet, wird der „S“-Wagen des kanadischen Herstellers Bombardier Transportation als Referenz-Fahrzeug herangezogen, was natürlich nicht heißt, daß der „T“-Wagen genauso aussehen wird.

 

Die Auslieferung wird sich, so die Planung der VGF, über drei Jahre erstrecken: 2020 sollen zwei Wagen nach Frankfurt kommen, 2021 und 2022 jeweils 15, die restlichen sechs sind für 2023 vorgesehen. Über die Kosten kann die VGF zum jetzigen Zeitpunkt natürlich keine Angaben machen, es liegen ja noch keine Angebote der Hersteller vor.

 

 

 

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