Die Geschichte des ÖPNV in Frankfurt

1839-1899

1839

Eröffnung der ersten Eisenbahnstrecke nach Frankfurt. Erstes Teilstück der sogenannten Taunusbahn von Frankfurt nach Höchst. 

1840

Genehmigung zur Einrichtung einer ersten Pferdeomnibuslinie von den Bahnhöfen an der Gallusanlage in die Stadt durch die Frankfurter Droschkenanstalt. 

1863

Die Gründung der Frankfurter Omnibus Gesellschaft erfolgte im Februar. Der erste Linienbetrieb von der Bockenheimer Warte zum Hanauer Bahnhof (dem heutigen Ostbahnhof) begann im Juni des Jahres. 

1872

Eröffnung der ersten Pferde-Eisenbahnstrecke (Schönhof - Bockenheimer Warte - Hauptwache). Diese wurde durch die neu gegründete Frankfurter Trambahn Gesellschaft betrieben. 

1884

Einrichtung der ersten elektrischen Straßenbahn auf Meterspur zwischen Frankfurt und Offenbach, betrieben durch die Frankfurt-Offenbacher Trambahngesellschaft. Diese Strecke ist eine der allerersten elektrischen Straßenbahnen der Welt. 

1888

Aufnahme des Betriebs der Frankfurter Lokalbahn AG mit Dampfbahnen auf der Eschersheimer Landstraße. Im Februar des Folgejahres geht die Waldbahn AG in Betrieb, die ebenfalls mit Damfstraßenbahnen nach Schwanheim, Niederrad und Neu-Isenburg verkehrt. Dampfstraßenbahnen sind in Frankfurt bis 1929 im Einsatz. 

1897

Zwischen Hauptbahnhof und Galluswarte geht eine akku-betriebene Trambahn der Firma Pollack in Betrieb. Sie verkehrt nur drei Jahre. 

1898

Zum Jahresbeginn wird die Frankfurter Trambahn-Gesellschaft von der Stadt Frankfurt übernommen. Die Straßenbahn der Stadt Frankfurt a.M. erhält eine Konzession zum Betrieb auf 99 Jahre.
Ein Jahr später wird auch die Waldbahn AG von der Stadt übernommen.

1899

Am 10. April geht die erste normalspurige elektrische Straßenbahn in Frankfurt in Betrieb.

1900-1949

1900

Auch die Eschersheimer Damfbahn der FLAG wird von der Stadt übernommen. Im September 1900 geht die letzte Pferdebahnstrecke (von Bockenheim nach Rödelheim) in die Hände der Stadt über.

1904

Es wird am 17. Juni die letzte Pferdebahn durch "die Elektrische" ersetzt. Allerdings bleiben einige Dampfbahnen in Betrieb. Bis zum Wäldchestag 1935 wird auch die letzte Waldbahnstrecke (Riedhof - Oberforsthaus) elektrifiziert.

1905

Übernahme der Frankfurt-Offenbacher Trambahn-Gesellschaft durch die Städte Frankfurt und Offenbach. Nun sind alle Straßenbahnlinien in städtischer Hand und verkehren unter dem Namen Städtische Straßenbahn Frankfurt.

1910

Eröffnung der Frankfurter Lokalbahn nach Bad Homburg (Linie 25). Am 31. Mai 1916 wird die Strecke nach Oberursel-Hohemark (Linie 24) in Betrieb genommen.

1925

Im Oktober werden die ersten Kraftomnibusse in Frankfurt eingesetzt.

1944

Die Linie 60 (Heddernheim - Praunheim) geht als Oberleitungsbus in Betrieb.

1945

Nach Kriegsende ruht auf Grund des Einmarsches der amerikanischen Truppen in die Stadt der Betrieb der Straßenbahn Frankfurt für zwei Monate

1950-1999

1955

Die Lokalbahnstrecke in Bad Homburg geht in städtische Regie über. Die Strecken nach Bad Homburg und Oberursel tragen nun die Bezeichnung "Taunusbahn".

1959

Einstellung des O-Busbetriebs auf der Linie 60 nach 15 Jahren.

1961

Die Stadtverordnetenversammlung beschließt die Entwicklung neuer Verkehrskonzepte für Frankfurt. Der U-Bahnbau wird beschlossen.

1963

Erster Rammschlag des Baus der U-Bahn-Strecke in der Eschersheimer Landstraße an der Kreuzung Miquel-/Adickesallee.

1967

Von 1. Januar an wird die Städtische Straßenbahn zusammen mit den anderen städtischen Betrieben zu den Stadtwerken Frankfurt am Main zusammengefasst.

1968

Eröffnung der ersten U-Bahn-Strecke (Nordweststadt - Hauptwache, Linie A1) am 4. Oktober.

1973

Gründung des Frankfurter Verkehrs- und Tarifverbundes (FVV), dessen Gesellschafter unter anderem die Stadtwerke Frankfurt und die Deutsche Bundesbahn sind.

Am 4. November des selben Jahres eröffnet die erste Verlängerung der U-Bahn von der Hauptwache zum Theaterplatz (heute Willy-Brandt-Platz).

1974

Der FVV geht mit der Eröffnung der U-Bahn-Strecke Theaterplatz - Konstablerwache in Betrieb. Eröffnung der U-Bahnlinie B1 (Theaterplatz - Gießener Straße).
Im September eröffnet die zweite Verlängerung der Linie A1 zur Station "Römerstadt".

1977

Der Ebbelwei-Expreß verkehrt im Februar zum ersten Mal, um die Außerdienststellung der letzten zweiachsigen Straßenbahnfahrzeuge zu feiern.
Am 6. März wird die Stadtbahnlinie B1 nach Preungesheim verlängert.

1978

Mit der Eröffnung der Stadtbahnstrecken nach Ginnheim, Oberursel-Hohemark und Bad Homburg-Gonzenheim sowie zum Hauptbahnhof werden die U-Bahnlinien neu benannt: Aus A1 bis A4 wird U1-U3, die Linie B1 heißt ab jetzt U5.

In diesem Jahr wird auch die Stadtbahn-Zentralwerkstatt (StZW) in Rödelheim eröffnet. Im darauf folgenden Jahr geht die zentrale Leitstelle in Betrieb.

1980

Mit der Eröffnung der "Bornheimer Linie" (U4) am 31. Mai von der Konstablerwache zur Seckbacher Landstraße fährt auch der neue U-Bahn-Wagentyp "U3" zum ersten Mal.

1981

Der Sicherheitsdienst der Stadtwerke (der heutige Sicherheits- und Ordnungsdienst) nimmt seine Arbeit auf - mit 13 Mitarbeitern.

1984

Das Verkehrsmuseum in Frankfurt-Schwanheim wird am 8. Mai eröffnet.

Am 30. September geht die Verlängerung der U-Bahnlinien U1, U2 und U3 zum Südbahnhof in Betrieb.

1986

Die U-Bahn-Strecke C wird eröffnet. Die zwei neuen Linien U6 (Heerstraße - Zoo) und U7 (Hausen - Zoo) gehen in Betrieb. Entgegen der ursprünglichen Pläne eröffnet die Strecke am 11. Oktober und die Straßenbahnstrecke durch die Altstadt bleibt erhalten.

1989

Zum Jahreswechsel geht das erste Nachtbuskonzept mit vier Linien in Betrieb, die sich an der Konstablerwache treffen.

1992

Die C-Strecke der U-Bahn wird nach Enkheim verlängert. Ab dem 30. Mai fährt die U7 von Hausen nach Enkheim.

1995

Neben der Gründung der Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) im Dezember geht im Juni dieses Jahres der neue U-Bahnwagentyp "U4" (ursprünglich: "U3-2000") in den Linieneinsatz.
Am 28. Mai nimmt der Rhein-Main-Verkehrsverbund seine Arbeit auf.

1996

Zum ersten August nimmt die VGF ihren Betrieb auf.

1997

Das 125. Jubiläum der Inbetriebnahme der Straßenbahn in Frankfurt wird am 7. Juli gefeiert.

Am 9. September eröffnet die "Verkehrsinsel" an der Hauptwache. Einen Tag später wird das neue Logo der VGF vorgestellt.

1998

Am 4. Oktober feiert die U-Bahn ihren 30. Geburtstag.

1999

Es werden erstmals "dynamische Fahrgastinformationsanzeigen" an den Haltestellen und Stationen der VGF eingeführt.

Am 26. März wird der bargeldlose Zahlungsverkehr bei der VGF etabliert.Unter anderem geht am 15. Juni die Website der VGF online (www.vgf-ffm.de).

Im November werden zum ersten Mal Fahrgastbetreuer eingesetzt und verbessern so den Kundenservice der VGF.

2000- ...

2000

Das neue Bus-Konzept "Frankfurter Norden" geht in Betrieb und die VGF startet eine Kooperation mit einem lokalen CarSharing Anbieter.

Vom 18. Mai an startet die Beschaffung von 22 neuen Niederflur-Gelenkbussen.Zudem wird am 7. Oktober das Jubiläum "75 Jahre Busverkehr in Frankfurt" gefeiert.

2001

Eröffnungsfeier der neuen U-Bahn-Strecke Hauptbahnhof - Bockenheimer Warte in der neuen U-Bahn-Station "Festhalle/Messe".

Ab Mitte Juni startet das neue Nachtbuskonzept der VGF.

Von August bis Oktober wird die Modernisierung der Fahrzeugflotte fortgesetzt: Es werden 50 neue Busse und im November 60 Niederflurstraßenbahnen des Typs "Flexity" bei Bombardier Transportation bestellt.

Ende des Jahres wird die umgebaute Endhaltestelle "Offenbach Stadtgrenze" (Linien 15 und 16) dem Betrieb übergeben.

2002

Zum 1. Februar wechseln VGF-Mitarbeiter zur im Vorjahr gegründeten Lokalen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ, welche von nun an die Buslinien in Frankfurt bündelweise jeweils auf sieben Jahre ausschreiben soll. Die ICB, 50% ige Bustochter der VGF, nimmt an diesem Wettbewerb teil.

Am 5. Mai feiert der Ebbelwei-Express sein 25. Jubiläum.
Vom 11. bis zum 13. Juni hält der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) seine Jahrestagung in Frankfurt ab und im Oktober startet die VGF Imagekampagne "Alle fahren mit".

Ende 2002 geht der Online-Ticket-Shop der VGF online. Die VGF wird strategischer Partner der Hanauer Straßenbahn AG (HSB).

2003

Der neue Betriebshof Ost wird am 12.Juli eröffnet. Die Betriebshöfe Bornheim und Sachsenhausen werden dafür Ende des Jahres geschlossen.

Im Oktober werden die ersten Bombardier-Straßenbahnwagen des Typs "S" in Betrieb genommen, mittlerweile sind 74 Stück in Dienst der VGF in Frankfurt unterwegs. Die Modernisierung der Busflotte schreitet ebenfalls voran: im September werden 25 weitere Busse beschafft.

Im Dezember 2003 wird die neue Linie 17 zum Rebstockbad eröffnet.

2004

Zum 1. Januar wird das Stadtbahnbauamt in die VGF integriert.

Im März beginnt nicht nur der Betrieb der neugestalteten Verkaufsstelle in der B-Ebene der Station "Hauptwache", sondern auch das acht Stationen umfassende Nachrüstungs-Programm für Aufzüge.

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember wird erstmals ein Teil der Frankfurter Buslinien nicht von der VGF, sondern von einem privaten Unternehmen gefahren. Das Linienbündel "F" wurde von der Lokalen Nahverkehrs-Organisation traffiQ  öffentlich ausgeschrieben.

2005

Im Januar gewinnt die VGF, zusammen mit der Rurtal-Bahn die Ausschreibung für den Betrieb der Odenwaldbahn.

Am 31. Mai wird der Bornheimer Ast der U-Bahn-B-Strecke 25 Jahre alt. Als Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 startet die VGF das neue Betriebskonzept für den Stadionverkehr.
Die In-der-City-Bus GmbH wird ab September eine reine VGF-Tochterfirma und gewinnt die Ausschreibung des Buslinienbündels "D", dessen Betrieb im Dezember 2006 aufgenommen wird. Das Fahrpersonal ist bei der ICB angestellt, die Fahrzeuge und Werkstattinfrastruktur bleiben weiterhin bei der VGF.

Im Zuge der Modernisierung der Busflotte werden weitere 25 neue Busse in Dienst gestellt.

2006

Im Rahmen des Projekts "Sicherheit und Service" beginnt die Ausstattung der unterirdischen Stationen der VGF mit Video-Überwachung sowie Notruf- und Informationssäulen. Mittlerweile sind mehr als 600 Video-Überwachungskameras an 27 unterirdischen und 16 oberirdischen Stationen im Einsatz.
Im Mai eröffnet dann auch die neue "Sicherheits- und Servicezentrale" (kurz: SUS).

Nach der Fußballweltmeisterschaft zieht die VGF eine positive Bilanz über das Betriebs- und Servicekonzept.

Am 1. August feiert die VGF ihr 10-jähriges Bestehen.

Im Verlauf des Jahres findet auch Deutschland erste Draisinenfahrt durch einen U-Bahntunnel statt und der Sicherheits- und Ordnungsdienst wird 25 Jahre.

2007

Neben dem 30. Jubiläum des Ebbelwei-Express, das am 5. Februar gefeiert wird, kann die VGF auf ein Jahr erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Offenbacher Verkehrsbetrieben zurück blicken.

Das Jahr 2007 steht im Zeichen der U-Bahn-C-Strecke, die gleich zwei wichtige Ereignisse zu feiern hat: Zum einen wird der Abschnitt Zoo - Enkheim 15 Jahre alt, zum anderen wird am 24. April die 70 Meter lange Verlängerung der Station "Ostbahnhof" in Betrieb genommen.

Der August bringt 37 neue Omnibusse nach modernsten Umweltstandards mit sich und im September wird es historisch: Der frisch restaurierte "L-Wagen" (Baujahr 1956) erstrahlt in neuem Glanz.

2008

2008 werden die ersten neuen "U5"-Wagen in Betrieb genommen. Es sind die ersten von 224 Wagen, des Typs "Flexity Swift" der Firma Bombardier.

Der erste neue Aufzug des Nachrüstungs-Programms an der Holzhausenstraße sowie die Verlängerung der Linie U4 über den Betriebshof Ost nach Enkheim wird eröffnet.

Im Sommer beginnt der Bau der Riedberg-Stadtbahn (Linien U8/U9) und der 4. Oktober bringt das 40. Jubiläum der Frankfurter U-Bahn.

2009

Elektrische Straßenbahnen verkehren nun seit 125 Jahren in Frankfurt und als nächstes größeres Bauprojekt beginnt der Bau der neuen Linie 18 zum Neubaugebiet "Frankfurter Bogen".

2010

Zum Fahrplanwechsel im Dezember wird die Stadtbahn-Strecke über den Riedberg nach gut zwei Jahren Bauzeit eröffnet.

2011

Mit der Direktvergabe der Konzession für U- und Straßenbahnen an die VGF wird der ÖPNV in Frankfurt für weitere 20 Jahre gesichert. Ende des Jahres geht auch Frankfurts neueste Straßenbahnlinie, die Linie 18 zum "Frankfurter Bogen", in Betrieb. Diese Strecke ist nach dem Bau der Linie 17, die zweite neueröffnete Straßenbahn Linie nach dem zweiten Weltkrieg.

2013

Ein großer Schritt in Richtung Barrierefreiheit wird in Angriff genommen: der Umbau der Stationen im nördlichen Teil der Linie U5. Dieser erste Bauabschnitt umfasst acht Stationen. Für die Stationen "Musterschule", "Glauburgstraße" und "Neuer Jüdischer Friedhof" sind Sonderlösungen nötig. Deshalb erfolgt der Umbau erst später.

2014

Das Verkehrsmuseum der VGF wird 30 Jahre alt. Im Oktober wird die Neue Werkshalle der "Zentrale Werkstatt Infrastruktur" (ZWI) am alten Standort an der Hanauer Landstraße eröffnet. Erstmals nach Beginn der Ausschreibung werden Buslinien direkt an die ICB vergeben. Im selben Zuge wird die ICB aus der VGF ausgegliedert und ist nun eine eigenständige Tochter der Stadtwerke Holding.

Vom Fahrplanwechsel 2014 an, wird Frankfurts derzeit neuste Straßenbahnstrecke durch die Stresemannallee eröffnet. Von nun an fährt die Linie 17 vom Hauptbahnhof über die Neubaustrecke nach Neu-Isenburg. Für die Eröffnungsfeierlichkeiten wird der Wagen "748" - ein Wagen des Typs "Pt" - in seinen Auslieferungszustand zurückversetzt und als Museumsfahrzeug eingesetzt.

2015

2015 tat sich einiges innerhalb der VGF: Das Intranet der VGF wird erneuert und der Internet-Blog ergänzt von nun an das Social Media-Angebot.

Sehr erfolgreich startet im Juni die Image-Kampagne "Heros", bei der Mitarbeiter aus einzelnen Bereichen der VGF die Hauptrolle spielen.

2016

Im März beginnt der finale Bauabschnitt des Umbaus auf Hochbahnsteige entlang der Linie U5. Nach zwei architektonisch hochwertigen Vorschlägen werden die letzten beiden Stationen "Musterschule" und "Glauburgstraße" auf der Eckenheimer Landstraße barrierefrei.

Im Monat darauf begeht man den Abschied von Frankfurts ältesten U-Bahnwagen, mit einer öffentlichen Sonderfahrt. Die Wagen des Typs "U2" waren seit der Eröffnung der U-Bahn 1968 das Rückgrat des Frankfurter ÖPNV, doch nach fast 50 Jahren zuverlässigem Dienst weichen sie den neuen U-Bahnen des Typs "U5".

Schließlich, am 1. August, kann die VGF ihr 20-jähriges Bestehen feiern!