Service für Fahrgäste

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Stadtrundfahrt mit dem Ebbelwei-Expreß

Mit dem Ebbelwei-Expreß durch das Herz Frankfurts. Geschichte und Geschichten, Denkmäler und Denkwürdiges liegen an der Strecke. Wir laden Sie ein, eine lebendige Stadt mit einem romantischen Zug kennen zu lernen.
Viel Vergnügen!

Abonnieren Sie den Ebbelwei-Expreß-Podcast auf Hochdeutsch oder Hessisch.

Podcast Kapitel

Einleitung

Herzlich Willkommen im Ebbelwei-Expreß:

Wir laden Sie ein, unsere lebendige Stadt mit einem historischen Zug kennen zu lernen. Erleben Sie eine Stunde lang Geschichte und Geschichten, Denkmäler und Denkwürdiges entlang der Strecke.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen
Ihre Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main

Hinweise zur Audio-Stadtrundfahrt:

Die Fahrt mit dem Ebbelwei-Expreß beginnt am Zoo und führt auf einem Rundkurs vorbei an bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Stadt Frankfurt am Main.

Zur besseren Orientierung wird zu Beginn jeder Audio-Datei ein Erkennungston, die Titelnummer und die angefahrene Haltestelle genannt. Anschließend werden die Sehenswürdigkeiten links oder rechts entlang der Strecke erwähnt. Sie können sich über Ihren MP3-Player beliebig zwischen den Haltestellen bewegen. Dies setzt voraus, dass Sie alle Podcast-Dateien in der richtigen Reihenfolge auf Ihren MP3-Player übertragen haben. Am Ende eines Titels kommt ein weiteres Erkennungszeichen. Wenn Sie dieses hören und noch nicht an der nächsten Haltestelle sind, drücken Sie auf Ihrem MP3-Player Pause und warten bis zur nächsten Haltestelle.

Der Ebbelwei-Expreß:

Bevor wir mit unserer Stadtrundfahrt beginnen, möchten wir Ihnen zunächst unseren Ebbelwei-Expreß vorstellen:  Straßenbahnen werden in Frankfurt durch die fortlaufende Vergabe von Buchstaben gekennzeichnet. Der jüngste Straßenbahntyp ist der „S“-Wagen. Der Ebbelwei-Expreß ist ein Zug der Generation „K“ und wurde in den Jahren 1949 bis 1954 von der Firma Duewag/Crede gebaut. Er ist 11 Meter 44  lang, 2 Meter 16 breit und verfügt über 22 Sitz- und 8 Stehplätze. Bei einem Gewicht von 13 Tonnen besitzt er eine Motorleistung von 2 mal 60 kW. Die VGF hat insgesamt 4 Trieb- und 6 Beiwagen in ihrem Bestand.

Und nun wünschen wir Ihnen viel Spaß bei Ihrer Fahrt durch unsere schöne Stadt. Sollte der Zug sich schon bewegen und aus der Haltestelle Zoo ausgefahren sein wechseln Sie schnell zum nächsten Titel.

1. Zoo

Der Frankfurter Zoo

Der Frankfurter Zoo ist der zweitälteste zoologischer Tierpark Deutschlands. Er wurde 1858 von einer Bürgerinitiative ins Leben gerufen. Ursprünglich war der Zoo in den Leer'schen Gärten im Westend beheimatet bis er 1874 zu seinem heutigen Standort, den Pfingstweiden umzog. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Zoo von der Stadt Frankfurt übernommen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde der zoologische Tierpark fast völlig zerstört und nach Kriegsende mit großer Unterstützung des Tierforschers Bernhard Grzimek, dem es gelang die erforderlichen Gelder zu erwirtschaften, wieder aufgebaut.

Heute ist der Frankfurter Zoo einer der meist besuchten Tiergärten Europas. Rund 4.500 Tiere und 450 Arten beleben die Schauhäuser und Freianlagen.

Besonders sehenswert sind das Exotarium, der Katzendschungel, der Borgori-Wald und das Nachttierhaus. Im Nachttierhaus sind, durch eine künstliche Zeitverschiebung, die nachtaktiven Tiere tagsüber munter und können von den Besuchern beobachtet werden.

Informationen rund um den Frankfurter Zoo erhalten Sie auch unter www.frankfurter-zoo.de.

2. Ostendstraße/Börneplatz

Der jüdische Friedhof

Auf der linken Seite finden Sie, zwischen den beiden kommenden Haltestellen Allerheiligentor und Börneplatz, den alten jüdischen Friedhof. Dieser ist die zweitälteste jüdische Begräbnisstätte in Deutschland und wurde bis zum Jahr 1828 als solche genutzt.

Auf und unter der Erde sind 5.500 Grabsteine gezählt worden. Diese datieren zurück bis in das Jahr 1272. An der Friedhofsmauer erinnern 11.134 kleine Gedenktafeln an die, während des Holocausts ermordeten jüdischen Bürger Frankfurts.

Museum Judengasse

Ende der 80iger Jahre sind, beim Bau des Verwaltungsgebäudes der Stadtwerke Frankfurt, Fundamente von fünf Häusern der Judengasse sowie der Börneplatzsynagoge freigelegt worden.  Einige dieser Grundmauern und archäologische Fundstücke wurden gesichert und in das 1992 eröffnete „Museum Judengasse“ im Untergeschoss des Verwaltungsgebäudes integriert. Das „Museum Judengasse“ ist eine Dependance des Jüdischen Museums Frankfurt. Sie finden es auf der linken Seite in der Kurt-Schumacher-Straße 10. Es zeigt, wie bereits erwähnt, archäologische Relikte der Frankfurter Judengasse, erläutert durch eine Ausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde seit dem 15. Jahrhundert, zum alltäglichen Leben in der Gasse sowie zur Geschichte des Börneplatzes seit dem 19. Jahrhundert.

Der Börneplatz

Historisch war der Börneplatz Standort der Börneplatzsynagoge. Man hat sie in den Jahren 1881/1882 anstelle des 1780 am Südende der ehemaligen Judengasse erbauten Fremdenhospitals errichtet und am 10. September 1882 eingeweiht. Die Börneplatzsynagoge diente als eine der vier großen Frankfurter Synagogen dem orthodoxen Flügel der Gemeinde als geistliches Zentrum. Im November 1938 wurde sie während der Novemberpogrome von den Nationalsozialisten in Brand gesetzt und bis auf die Außenmauern völlig zerstört. Die Reste der Synagoge sind unmittelbar darauf abgetragen worden.

Im Jahre 1952 begann der Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg völlig zerstörten Umgebung des Börneplatzes, wobei die ehemalige Börnestraße nicht wieder hergestellt wurde. Stattdessen entstand ein breiter Straßendurchbruch, die Kurt-Schumacher-Straße.  Hier befindet sich auch das Verwaltungsgebäude der VGF.

Zeil

Direkt vor der Haltestelle Börneplatz blicken Sie rechts in Richtung Konstablerwache und Zeil. Die um 1330 entstandene Zeil ist die bekannteste Einkaufsstraße Frankfurts. Heute ist die 1.100 m lange und 40 m breite Fußgängerzone eine der umsatzstärksten „Shoppingmeilen“ Deutschlands.  Ihren Namen hat die Zeil der Bauweise der Häuser zu verdanken, die dicht aneinandergereiht an eine Bücherzeile erinnern. Wir fahren noch ein Stück parallel dieser Einkaufsmeile am Börneplatz vorbei zum Römer, wo Sie noch einmal einen Blick nach rechts, in Richtung Zeil werfen können.

Museum für Moderne Kunst

Auf der rechten Seiten sehen Sie das Museum für Moderne Kunst. Das „Tortenstück“, wie es im Volksmund genannt wird. Der auffällige Dreiecksbau mit seinem eigenwilligen Innenausbau, zeigt in Wechselausstellungen Gegenwartskunst. Durch die Bauweise werden bei gutem Wetter die einzelnen Gemälde durch den natürlichen Lichteinfall beleuchtet. Das, vom Wiener Architekten Hans Hollein entworfene Gebäude, öffnete 1991 seine Pforten. Im Frankfurter Museum für Moderne Kunst finden sich unter anderem Werke von Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg und Andy Warhol sowie von Joseph Beuys und James Turrell.

Der Frankfurter Dom

Auf der linken Seite sehen Sie beim Blick in die nächste Querstraße den Dom, errichtet auf dem Domhügel. Dieser ist seit der Bronzezeit Siedlungszentrum Frankfurts. Genau genommen ist die ehemalige Stifts- und Pfarrkirche kein Dom, da Frankfurt zu keiner Zeit einen Bischofssitz hatte. Doch um die Kaiserkrönung durchführen zu können wurde die Kirche bereits im Mittelalter als Dom bezeichnet. So war sie ab 1356 Ort der deutschen Königswahl und von 1562 bis 1792 Krönungskirche der deutschen Kaiser.

3. Römer/Paulskirche

Römerberg

Auf der linken Seiten ist der Römerberg. Er ist seit Jahrhunderten der repräsentative Platz, die „Gudd Stubb“ Frankfurts. In der Platzmitte steht der Gerechtigkeitsbrunnen, 1543 als Zeichen des Marktrechts aufgestellt und oft erneuert. Seit 1887 ziert die bronzene „Justitia“ mit Schwert und Waage den Brunnen. Auf dem Römerberg, vor den rekonstruierten Fachwerkhäusern, findet auch der berühmte Weihnachtsmarkt statt.

Der Römer

Der Römer, das alte Rathaus der Stadt und heutiger Sitz des Magistrats, ist eine Gruppe von elf Bürgerhäusern an der Westseite des Römerbergs. Kernstück und Wahrzeichen Frankfurts sind die drei gotischen Staffelgiebelhäuser „Zum Römer“, „Alt-Limpurg“ und „Löwenstein“, die ab 1405 zum Rathaus umgebaut wurden.

Unter „Römer“ versteht man im übertragenen Sinne die Stadtobrigkeit. Die erste Kaisertreppe von 1405 dient heute als
Festtreppe zum Trausaal des Standesamtes.

Paulskirche

Rechts befindet sich die Paulskirche. Sie ist ein elliptischer Rundbau in klassizistischen Formen. 1848/49 tagten in der Paulskirche das Vorparlament und die Frankfurter Nationalversammlung. Die Nationalversammlung war die erste frei gewählte Volksvertretung Deutschlands.

Die Paulskirche brannte 1944 im Innern aus und wurde zum 18. Mai 1948 wieder aufgebaut. Die Paulskirche gilt als Symbol

für Freiheit und Demokratie und wird nicht mehr als Kirche genutzt. Heute ist die Paulskirche Veranstaltungsort besonderer Anlässe und Ehrungen, wie zum Beispiel die Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Rahmen der Frankfurter Buchmesse.

4. Willy-Brandt-Platz

Willy-Brandt-Platz

Der Willy-Brandt-Platz liegt innerhalb des so genannten Bankenviertels an den Frankfurter Wallanlagen. Die Wallanlagen bilden eine ringförmige Grünanlage um die Innenstadt von Frankfurt am Main. Sie entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Gelände der ehemaligen Frankfurter Stadtbefestigung. Um die Wallanlagen verläuft der Frankfurter Anlagenring. Die Wallanlagen gliedern sich in sieben Abschnitte, die überwiegend den Namen der ehemaligen Stadttore tragen. Dies sind die Untermainanlage, die Gallusanlage, die Taunusanlage, die Bockenheimer Anlage, die Eschenheimer Anlage, die Friedberger Anlage und die Obermainanlage.
Der Willy-Brandt-Platz und die Städtischen Bühnen liegen an der Untermainanlage.

Städtische Bühnen

Am Willy-Brandt-Platz, dem ehemaligen Theaterplatz, finden sie links die Städtischen Bühnen, ein 1951 bis 1963 entstandener Neubau. Die Städtischen Bühnen beherbergen die kommunalen Theaterbetriebe in Frankfurt am Main und die größten in Hessen. Sie sind aufgegliedert in das Opernhaus mit 1.400 Plätzen, das Schauspielhaus mit 710 Plätzen und das Kammerspiel mit 200 Plätzen.

Die Oper Frankfurt ist 1995 und 2003 von der Zeitschrift „Opernwelt“ als Opernhaus des Jahres ausgezeichnet worden.

Frankfurter Märchenbrunnen

In der Anlage vor den städtischen Bühnen steht der Märchenbrunnen, ein Jugendenstil-Brunnen von Ernst Friedrich Hausmann. Der Brunnen wurde 1910 fertiggestellt. Die Bronzefiguren am Fuße des 8 Meter hohen Brunnens sind im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen worden bis man sie 2006 anhand von Fotografien aus den Zwanziger Jahren wieder rekonstruiert hat.

Der Eurotower

Direkt gegenüber den Städtischen Bühnen auf der rechten Seiten liegt die Europäische Zentralbank mit ihrem Sitz im 148m hohen Eurotower. Das 40-geschössige Gebäude wurde früher als BfG Hochhaus, Bank für Gemeinwirtschaft, bekannt. Das Hochhaus ist später in der Nutzung an das europäische Währungsinstitut übergegangen. Am 1. Juni 1998 ist hieraus die Europäische Zentralbank, kurz EZB genannt, entstanden. In den 90er Jahren befand sich in den unteren drei Stockwerken noch eine Einkaufspassage mit Zugang zur U-Bahnstation Theaterplatz. Heute findet sich im Erdgeschoß ein Informationsbüro der EZB, im Untergeschoss findet sich ein Club mit Restaurant, das Living XXL.

Zur Zeit entsteht auf dem ehemaligen Großmarktgelände im Ostend der neue Hauptsitz der EZB. Die denkmalgeschützte Großmarkthalle bleibt dabei erhalten und die Doppeltürme des bis Ende 2014 entstehenden Skytowers werden die Frankfurter Skyline um zwei weitere Hochhäuser bereichern.

5. Hauptbahnhof/Münchener Straße

Kaiserstraße

Nachdem wir rechts abgebogen sind, ist die nächste Querstraße rechts die Kaiserstraße. Die Kaiserstraße zählt zu den bekanntesten Innenstadtstraßen Frankfurts und ist mit ihren prachtvoll ausgestatteten Fassaden an den gründerzeitlichen Gebäuden die repräsentative Verbindung des Stadtzentrums mit dem Hauptbahnhof. Bekannt wurde die Kaiserstraße nach dem Zweiten Weltkrieg als Synonym für das Frankfurter Rotlichtviertel, auch wenn sie selbst nicht mehr zum Rotlichtmilieu gehört. Heute befinden sich in der Kaiserstraße zahlreiche Bars, Kabaretts, Geschäfte und Büros, die der Straße ein multikulturelles Ambiente verleihen.

Hauptbahnhof Frankfurt

Der Hauptbahnhof wurde 1888 eröffnet. Heute ist er nach Leipzig der größte deutsche Kopfbahnhof mit 350.000 Fahrgästen und Besuchern täglich.
An Wochentagen halten hier rund 1.800 Züge. Der Bahnhof verfügt heute über 25 Gleise in fünf Bahnsteighallen. 4 S-Bahngleise und 4 U-Bahngleise befinden sich 17 Meter unter der Erde.

Gebaut wurde der Bahnhof von der Firma Holzmann. 1924 erfolgte eine Erweiterung des Gebäudes um zwei äußere Hallen. Man benötigte 3 Hallen, weil es 3 Eisenbahngesellschaften gab: Die Taunusbahn, die Preußische Staatsbahn und die Hessische Ludwigsbahn. Die Taunusbahn war die erste Eisenbahngesellschaft in Frankfurt.
1839 wurde die Strecke nach Wiesbaden eröffnet. In Mainz-Kastel gab es Anschluss an den Schiffsverkehr.

Die Fassade des Bahnhofs besteht aus Sandstein. Links und rechts der Uhr am Haupteingang werden künstlerisch Tag und Nacht dargestellt.
Auf der Dachmitte steht eine Plastik des Atlas, welcher die Weltkugel auf den Schultern trägt. Ihm zur Seite stehen die Symbolfiguren von Dampf und Elektrizität. Diese 6,30 m hohe Figurengruppe soll die besondere Bedeutung des Bahnhofs betonen.

6. Platz der Republik

Platz der Republik

Vom Platz der Republik genießen Sie rechts einen Blick auf die Hochhäuser entlang der Mainzer Landstraße und der Ludwig-Erhard-Anlage. Auf der rechten Seite, an der Kreuzung zur Mainzer Landstraße, sehen sie das City-Hochhaus. Das 142 Meter hohe Gebäude ist auch unter dem Namen Selmi-Hochhaus bekannt. Ali Selmi war der Bauherr des Gebäudes welches zwischen den Jahren 1971 und 1974 nach Plänen von Richard Heil entstand.

Weiter rechts in der Mainzer Landstraße können Sie den Westend Tower sehen. Gemeinsam mit dem City Hochhaus bilden sie die Zentrale der DZ-Bank. Der Westend Tower ist, bedingt durch seinen Strahlenkranz an der Spitze, auch bekannt als Kronenhochhaus. Mit seinen 208 Metern ist er einer der höchsten Wolkenkratzer der Stadt Frankfurt und auch Deutschlands. Der Westend Tower wurde vom Architekten William Pedersen entworfen und 1993 fertiggestellt. Der Kranz an seiner Spitze soll an Frankfurt als Krönungsstadt deutscher Kaiser hinweisen. Daher ist er auf den Frankfurter Römerberg ausgerichtet, wo die Krönungen stattfanden. Der Strahlenkranz wird im Winter beheizt um die Bildung von Eiszapfen und die damit zusammenhängende Gefährdung der darunterliegenden Verkehrswege zu verhindern.

Polizeipräsidium

Das ehemalige Polizeipräsidium entlang der linken Seite der Friedrich-Ebert-Anlage, wurde 1914 eröffnet. Seit dem Umzug des Präsidiums in einen Neubau am Alleenring steht das Gebäude überwiegend leer. Das Präsidium ist im historistischem Stil, in einer Mischung aus Neobarock und Klassizismus errichtet worden und steht unter Denkmalschutz.

Matthäuskirche

Ebenfalls links folgt direkt nach dem Polizeipräsidium die evangelische Matthäuskirche aus dem Jahr 1905. Sie wurde im Krieg schwer beschädigt und stammt heute daher weitgehend aus der Nachkriegszeit. Die zugehörige Gemeinde ist mittlerweile auf wenige 100 Mitglieder geschrumpft, sodass der Regionalverband der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau 2002 beschlossen hat, das Gebäude aufzugeben und es auf Abbruch zu verkaufen. Dagegen wehrt sich die örtliche Kirchengemeinde vehement.

Das Frankfurter Westend

Zusammen mit dem Bahnhofsviertel, dem Nordend und dem Ostend, gehört das Westend zu den gründerzeitlich bebauten und hoch verdichteten Frankfurter Innenstadtbezirken. Auch heute noch zählt es zu den teuersten Wohnlagen in Frankfurt und erschliesst sich zum größten Teil zu Ihrer rechten entlang der Strecke bis zur Messe der Stadt Frankfurt.
Der Süden des Westends bildet zusammen mit der westlichen Innenstadt und dem östlichen Bahnhofsviertel das Frankfurter Bankenviertel mit den zahlreichen Bürohochhäusern.

Darüber hinaus gibt es im Westend überdurchschnittlich viele Bildungseinrichtungen, allen voran der „Uni-Campus Bockenheim“ der Johann-Wolfgang Goethe Universität Frankfurt, sowie das Senckenbergmuseum.

7. Festhalle/Messe

Messe Frankfurt

Seit dem 12. Jahrhundert bestimmen in Frankfurt Messen das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Stadt. Allen voran begründen unter anderem die IAA und die Buchmesse die führende internationale Rolle des Messestandortes. Integriert in das Messegelände ist der 1909 errichtete Kuppelbau der Festhalle und das Congress Center der Messe Frankfurt.

Die Messe Frankfurt GmbH ist eines der weltweit größten Messe-Unternehmen. Mit insgesamt 28 Tochtergesellschaften, fünf Niederlassungen und 52 internationalen Vertriebspartnern ist sie in über 150 Ländern präsent.
Auf den 578.000 Quadratmetern Grundfläche der Messe Frankfurt stehen zur Zeit zehn Ausstellungshallen, ein zentrales Logistikzentrum sowie ein angeschlossenes Kongresszentrum. Zahlreiche bekannte Messen finden regelmäßig in Frankfurt statt und werden größtenteils von der Messe Frankfurt GmbH selbst veranstaltet. Den Schwerpunkt bilden Fachmessen der Branchen Textil, Konsumgüter, Architektur und Technik, sowie Automobil.

Festhalle Frankfurt

Die Festhalle ist Austragungsort vieler bedeutender Veranstaltungen, wie beispielsweise Konzerte namhafter Künstler und Bands oder Sportveranstaltungen, wie die ATP Tennisweltmeisterschaft in der ersten Hälfte der 1990er Jahre sowie große Reitturniere.
Die ersten Veranstaltungen im Jahre 1909 waren das „Deutsche Turnfest“ und die „Internationale Luftausstellung“. Errichtet wurde die Festhalle in den Jahren zwischen 1907 und 1909

MesseTurm

Die Architektur des 256 Meter hohen MesseTurms ist eine postmoderne Anlehnung an die amerikanischen Hochhäuser der 20er Jahre. Als der Wolkenkratzer mit dem Spitznamen „Bleistift“ 1991 fertiggestellt wurde war er das höchste Gebäude Europas. Allein die Pyramide auf dem Dach, welche die Ähnlichkeit zum „Bleistift“ erzeugt, ist 36,6 Meter hoch. Die Pyramide ist nicht für Mieter oder die Öffentlichkeit zugänglich und wird beleuchtet. Daher ist sie besonders in der Dämmerung im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt zu sehen. Seit 1997 ist der Frankfurter Commerzbank Tower da höchste europäische Gebäude, der, rechnet man die Antenne mit ein, eine Höhe von fast 300 Meter erreicht. Der Name MesseTurm ergibt sich aus dem Standort südöstlich des Messegeländes. Er wird jedoch nicht für Messeveranstaltungen, sondern als Bürogebäude genutzt.

Kastor und Pollux

An den MesseTurm schließen sich auf der rechten Seite die beiden Hochhäuser Kastor und Pollux an. Sie sind nach den Söhnen des Zeus aus der griechischen Mythologie, Kastor und Polydeukes, benannt und tragen ihre lateinischen Bezeichnungen Kastor und Pollux. Obwohl sie zusammen den Komplex „Forum Frankfurt“ bilden sind sie jeweils eigenständige Gebäude. Pollux, das linke der beiden ist 130 Meter hoch, Kastor 95 Meter.

Europaviertel

Zu Ihrer rechten, hinter dem Tower 185, finden Sie das sogenannte Europaviertel auf dem Gelände des ehemaligen Hauptgüterbahnhofs. Hier entsteht ein Stadtviertel mit Büros, Hotels, Wohnungen sowie Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten in dem rund 10.000 Menschen arbeiten und 3.000 Menschen leben sollen. Der Tower 185 ist 200 Meter hoch. Aus der Mitte des hufeisenförmigen Sockelgebäudes ragt der eigentliche Turm in zwei Hochhaushälften empor.

8. Baseler Platz

Westhafen

Bevor wir über den Main fahren sehen Sie rechts den ehemalige Westhafen. Dieser erfährt eine Umwandlung durch Errichtung attraktiver moderner Wohnkomplexe.  Der Westhafen ist ein ehemaliger Binnenhafen, der mit seinen 560 Metern Länge und 75 Metern Breite durch eine Mole vom Main getrennt ist. Am Eingang zum Westhafen steht seit 2003 der Westhafen Tower, der mit einer Höhe von 109 Metern eher zu den kleineren Wolkenkratzer der Stadt zählt. Der Westhafentower wird wegen seiner rautenförmigen Fenster im Volksmund auch "Geripptes" oder größtes Apfelweinglas der Welt genannt. Diese Rauten erinnern stark an das typische Apfelweinglas, das „Gerippte“. Da der Grundriss des Gebäudes rund ist und die Stockwerke quadratisch aufgebaut sind, finden sich zwischen der inneren und der runden Aussenfassade 18 Wintergärten.

Friedensbrücke

Unsere Fahrt über den Main führt Sie über die Friedensbrücke. Sie wurde in den Jahren 1950 bis 1951 neu erbaut, ist 300 Meter lang und ruht auf vier Strompfeilern.

Als einzige Frankfurter Mainbrücke ist sie 1945 nicht völlig gesprengt worden. Am 26. März 1945 konnte über sie die US-Armee in die Stadt einrücken.

An der Südseite steht links die Bronzefigur „Der Hafenarbeiter“ von Meunier aus dem Jahre 1893 welche an den Frankfurter Westhafen erinnern soll. Der Hafenarbeiter trägt zum Schutz vor Kohlestaub eine Kapuze.

Das Städel und das Museumsufer

Über den Main kommen wir auf der südlichen Mainseite am Museumsufer vorbei. Auf der linken Seite blicken Sie, direkt an der nächsten Mainbrücke, dem Hohlbeinsteg, auf das Städelsche Kunstinstitut und die Städtische Galerie. Das Städel-Gebäude wurde 1874–78 im Historismus-Stil errichtet und ist nach einer Renovierung seit 2000 wieder komplett zugänglich. Es zählt zu den schönsten und reichsten Gemäldegalerien Europas.

Museumsufer

Das Frankfurter Museumsufer ist einer der bedeutendsten Museumstandorte in Deutschland und Europa. Momentan befinden sich hier am Schaumeinkai 13 Ausstellungshäuser. 1977 wurde die Idee zur Ansammlung unterschiedlicher Museen vom damalige Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann propagiert. Zwischen 1980 und 1990 sind bestehende Einrichtungen ausgebaut und neue errichtet worden. Sie finden hier unter anderem:

  • das Frankfurter Ikonenmuseum
  • das Museum für Angewandte Kunst, früher: Museum für Kunsthandwerk, mit der Villa Metzler
  • das Museum der Weltkulturen, früher Völkerkundemuseum
  • das Deutsche Filmmuseum
  • das Deutsche Architekturmuseum
  • das Museum für Kommunikation, früher Bundespostmuseum
  • das Liebieghaus, Museum alter Plastik
  • das Museum Giersch, Museum für Kunst der Region

Auf der nördlichen Mainseite finden Sie noch das Historische Museum und das Jüdische Museum. Nahverkehrsfreunden  empfehlen wir einen Besuch des Verkehrsmuseums der VGF  im Stadtteil Schwanheim. Gehen Sie dort auf eine Zeitreise durch die Geschichte des städtischen Nahverkehrs in Frankfurt am Main.

9. Schweizer/Gartenstraße

Sachsenhausen

Sachsenhausen verdankt seinen Namen der Ansiedlung sächsischer Familien durch Karl den Großen. Dieser Stadtteil war ursprünglich ein Fischerdorf vor Frankfurt und ist heute ein beliebtes Wohngebiet mit vielen sanierten Altbauten.

Hier steht in der Schellgasse 8 auch das älteste, erhaltene Haus Frankfurts aus dem Jahr 1291.

Im Frankfurter Dialekt nennt man Sachsenhausen auch „Dribb de Bach“, also „drüben vom Bach“, auf der anderen Mainseite. „Hibb de Bach“ heißt „hüben vom Bach“, womit die nördliche Seite des Mains gemeint ist.

Brautradition

Früher gab es hier über 100 Brauereien. Das Bier wurde in ausgedehnten Kellergewölben in dem sogenannten Sachsenhäuser Berg kühl gelagert.  Ein markantes Bauwerk ist der Henninger Turm, ein ehemaliges Brauereisilo zur Aufnahme von 12.000 Tonnen Braugerste.

Apfelweintradition

Sachsenhausen ist heute als Ebbelwei-Viertel bekannt. Ebbelwei, so nennt der Frankfurter seinen Apfelwein. Hier hat natürlich auch der Name des Ebbelwei-Expreß seinen Ursprung.

In den urigen Sachsenhäuser Apfelwein-Kneipen gibt es den inzwischen weltbekannten Frankfurter Apfelwein. Der Apfelwein ist ein säuerlicher, äußerst bekömmlicher Wein aus heimischen Äpfeln. Gereicht wird das gute „Stöffche“, wie die Frankfurter es auch nennen, in einem rautenbedeckten, griffigen Glas, dem sogenannten „Gerippte“. Die Rippen sollten früher helfen das Glas besser in der Hand zu halten. Man hat, insbesondere bei der Feldarbeit, ohne Messer und Gabel gegessen und „glatte Gläser“ wären dann schneller durch die fettigen Finger geglitten.

Ausgeschenkt wird aus dem klassischen Steingutkrug, dem „Bembel“. Hierzu genießt man üblicherweise den original „Handkäs mit Musik“ oder ein herzhaftes „Rippche mit Kraut“. Lassen Sie sich die Frankfurter Küche schmecken – und bei einem guten „Schoppen“ kann man lange verweilen. Einkehren lohnt...

10. Lokalbahnhof

Alt Sachsenhausen

Links gelangt man nach „Alt-Sachsenhausen“, in die berühmte Klappergass. „Frau Rauscher“, die lebensgroße Steinskulptur, begrüßt ihre Gäste auf ein Glas Apfelwein. Das nach ihr benannte naturtrübe „Stöffche“ aus der Frankfurter Familienkelterei Possmann, erhalten Sie in guten Lebensmittelläden oder über den Getränkefachhandel.

Ignatz Bubis-Brücke

Vorbei an Alt-Sachsenhausen führt uns unsere Fahrt über den Main gleich über die Ignatz Bubis-Brücke. Die frühere Obermainbrücke wurde 1876–78 erbaut.

Auf der Brücke hat man nach links eine gute Sicht auf die Frankfurter Skyline. Der Blick aus östlicher Sicht auf die Skyline ist einzigartig. Da die Hochhäuser vor allem im westlichen Teil Frankfurts gebaut sind, können Sie von hier aus auch die zahlreichen historischen Türme, wie den Frankfurter Dom erkennen. Nach rechts blicken Sie auf das Osthafengebiet.

Der Portikus

Das weiße Portal der 1944 völlig zerstörten Stadtbibliothek steht an der Auffahrt zur Ignatz Bubis-Brücke. Entstanden ist das Gebäude zwischen 1820 und 1825. Heute wird es für Kunstausstellungen genutzt.

Hospital zum heiligen Geist

Das Hospital zum heiligen Geist ist eine öffentliche Stiftung und das älteste seiner Art in Frankfurt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1267. Ursprünglich stand die Klinik am Mainufer. Am 22. Mai 1835 wurde der Grundstein für den Neubau des Hospitals gelegt. Aus Platzmangel errichtete die Stiftung Hospital zum heiligen Geist einen Neubau in der Lange Strasse an den Wallanlagen der Innenstadt. Nach 4 Jahren Bauzeit wurde das Krankenhaus 1839 eingeweiht. Im Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört und anschliessend wieder aufgebaut.

Rundfahrtsende

Nun sind wir mit unserer Rundfahrt fast am Ende und Sie fahren in Kürze wieder am „Zoo“ vor. Wir hoffen, Ihnen hat die Fahrt in unserem Ebbelwei-Expreß gefallen und Sie empfehlen uns und unseren Podcast weiter. Alle Informationen und Quellen finden Sie auf den Seiten der VGF, der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main GmbH unter www.vgf-ffm.de
Wir freuen uns, Sie wieder einmal an „Bord“ begrüßen zu dürfen und wünschen Ihnen noch einen schönen Aufenthalt in unserer liebenswerten Stadt Frankfurt am Main.
Den Ebbelwei-Expreß können Sie zum Beispiel für Familienfeste und Veranstaltungen auch mieten. Information hierzu auf der Internetseite www.ebbelwei-express.com.

Alle Informationen zum Ebbelwei-Expreß auf www.ebbelwei-express.com.