Stationskunst

U-Bahnstation und Kunst? Tatsächlich haben alle U-Bahnstationen ein architektonisches und künstlerisches Konzept. Ziel dieser Konzepte ist es, den Fahrgästen Orientierung und Sicherheit zu geben und die Aufenthaltsqualität zu verbessern.

Hintergrund

In Frankfurt am Main folgt jede U-Bahnstation einem individuellen Gestaltungskonzept. Auch wenn die Funktionalität im Vordergrund steht, wird Wert auf eine angenehme Atmosphäre und Wiedererkennung gelegt. Farbgebung, Lichtführung, Materialwahl und Kunstwerke werden gezielt eingesetzt, um das Umfeld aufzuwerten und den Bezug zum jeweiligen Stadtteil herzustellen.

Beispiele aus dem Frankfurter U-Bahnnetz

  • Hauptwache: Modernisierung in den 1980er Jahren mit farbiger Gestaltung und hellen Passagen. Die Station wirkt heute wie eine Einkaufspassage.
  • Heddernheim: Gewinner des „traffiC design award“ für Klarheit, Übersichtlichkeit und filigrane Architektur.
  • U4-Ostabschnitt (z. B. Seckbacher Landstraße, Höhenstraße, Bornheim Mitte): Farbcodierung mit Spezialfliesen von Hersteller Villeroy und Boch zur besseren Orientierung.
  • Dom/Römer: Historische Gestaltung mit Sandstein und Fragmenten der Altstadt; Zusammenarbeit mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte.
  • Bockenheimer Warte: Offene Gestaltung mit Sitznischen, Spiegelarchitektur und einem skulpturalen Deckenpfeiler von Richard Hess.
  • Westend: Pilzartige „Lichtpalmen“ in Anlehnung an den nahegelegenen Palmengarten.
  • Habsburger Allee: Kunstinstallation von Manfred Stumpf mit digital entworfenen Eseln als Symbol für moderne Lebensbelastung.

Weitere Informationen

Viele weitere spannende Hintergrundinformationen zur Stationskunst sind unserer Broschüre zum Thema zu entnehmen.