Mit einem großen Familienfest hat die VGF am Samstag, 19. September 2026, ihr 30-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Bereits an den beiden Tagen zuvor waren mehrere Hundert Mitarbeitende gemeinsam mit ihren Familien zum Mitarbeitendenfest zusammengekommen. Das dreitägige Jubiläumsprogramm rückte die Menschen hinter dem Nahverkehr ebenso in den Mittelpunkt wie den Austausch mit Politik und Wissenschaft sowie die Begegnung mit den Bürgerinnen und Bürgern. Damit wollte die VGF ihren Mitarbeitenden, Fahrgästen und der Stadt Frankfurt für 30 Jahre gemeinsamer Geschichte danken.
Als GmbH war die VGF im August 1996 gegründet worden, die Geschichte des öffentlichen Verkehrs reicht in Frankfurt aber bis ins Jahr 1872 zurück, als die ersten Pferdeomnibusse über Frankfurts Straßen rollten. Mehrere tausend Gäste kamen nach Schätzung der VGF ins alte Depot an der Schwabstraße, zum Teil mit einem Tram- und Bus-Shuttle mit historischen Fahrzeugen.
Oberbürgermeister Mike Josef eröffnete am Samstagmittag das Fest gemeinsam mit Kerstin Jerchel und Steffen Geers von der VGF-Geschäftsführung. Er betonte die Rolle und die Bedeutung der VGF als Verkehrsunternehmen der Stadt. Sie sei wichtig für Frankfurt, denn ein verlässlicher und nachhaltiger öffentlicher Nahverkehr greife tief in den Alltag der Einwohner:innen ein. Josef dankte der VGF und den Mitarbeiter:innenfür ihr vielfältiges Engagement in und für Frankfurt.
Spiel, Spaß und Information
Im Laufe des Nachmittags hatte die VGF auf ihrer Bühne mehrere Gesprächsrunden rund um Mobilitätsthemen von heute und morgen organisiert. Zu den Gesprächspartnern zählte der neue Mobilitätsdezernent Yannick Schwander. Dazu kam ein vielfältiges Kinder- und Familienprogramm mit zahlreichen Gewinnspielen und Mitmachaktionen. Ein besonderes Highlight für die Kleinen war VGF-Maus Lisa.
Zwei Ausstellungen zeigte die VGF in der alten Eckenheimer Wagenhalle: Zum einen boten mehrere Tafeln mit Informationen und interessanten Animationen eine Übersicht über wichtige Zukunftsprojekte des Unternehmens – vom Neubau des Betriebshofs Eckenheim inkl. Wohnbebauung über den Neubau des Verkehrsmuseums Schwanheim, die Modernisierung der Station „Hauptwache“ bis zum Projekt „Digital Train Control – System Frankfurt“. Alles Themen, die sich auch in den Gesprächsrunden auf der Bühne wiederfanden. Darüber hinaus zeigte die VGF eine Ausstellung mit großformatigen Fahrgast-Porträts, die im Rahmen der Kampagne „30 Jahre VGF“ entstanden waren.
Wer sich von so viel Information erholen wollte, für den hatte die VGF auch kulinarisch und kulturell einiges zu bieten: Zahlreiche Foodtrucks und ein Apfelweingarten sorgten für Verpflegung, die VGF-Partner Oper Frankfurt und TG Bornheim bereicherten das Bühnenprogramm und sorgten ebenso wie Zauberkünstler, die Band „Beatroot Whack“ und „DJ Björn“ für Abwechslung.
Mitfahren und mitfiebern
Straßenbahn-Fans kamen natürlich ebenfalls auf ihre Kosten: Beim Draisinen-Spiel konnten Gäste ihr Geschick unter Beweis stellen. Auf dem weitläufigen Gelände des Eckenheimer Betriebshofs gaben Mitarbeitende der VGF-Werkstätten einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und zeigten ihre eindrucksvollen Arbeitsfahrzeuge. Während des Fests verkehrten zudem historische Straßenbahnen im 30-Minuten-Takt zwischen der Pforzheimer Straße und Eckenheim. Ergänzend fuhr ein historischer „U3“-Wagen stündlich zwischen Messe und Preungesheim.
Frankfurter Team bei Tram-EM in Warschau
Ein besonderes Highlight war die Live-Schaltung zur Tram-EM in Warschau, bei der das Frankfurter Wettkampf-Team mit Lucille Henkel und Robin Hepp antrat. Der Parcours hatte es in sich: Gefordert waren unter anderem sanftes Stop und Go, Geschwindigkeitskontrolle bei 25 km/h, Zielbremsen, Tram-Bowling, seitlicher Abstand, Basketball, ein perfekter Halt mit der zweiten Tür sowie eine Rückwärtsfahrt nach Pfeifkommandos. Am Ende holte das Frankfurter Team 4.420 Punkte und mit Rang 17 einen soliden Platz im Mittelfeld.