Positive Bilanz zum ersten Jahrestag der Ordnungspartnerschaft
Mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität an Frankfurter ÖPNV-Stationen.
Partner ziehen nach einem Jahr seit Vertragsunterzeichnung positive Bilanz • Umsetzung der gemeinsamen Maßnahmen zeigt Wirkung: deutlicher Rückgang der Fallzahlen im Bereich der Eigentumskriminalität • Gespräche um weitere Partnerschaft an der Station Frankfurt-Stadion laufen • Zweite „Sicher FFM Infomeile“ im November geplant
Ein Jahr nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zur nachhaltigen Verbesserung der Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Frankfurter Hauptbahnhof, im Bahnhofsumfeld sowie an weiteren wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten in Frankfurt (Konstabler- und Hauptwache sowie am Bahnhof Frankfurt-Höchst) ziehen die Deutsche Bahn (DB), die Stadt Frankfurt am Main, die Landes- und die Bundespolizei sowie die Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) ein positives Fazit. Die Ordnungspartnerschaft ist ein überzeugendes Erfolgsprojekt für mehr Sicherheit und behörden- und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit.
In den vergangenen zwölf Monaten intensivierten die Partner nochmals die Zusammenarbeit und den Austausch, um wirksamer gegen Ordnungswidrigkeiten und Kriminalität vorzugehen. Ein zentraler Bestandteil sind gemeinsame Sicherheitsstreifen an Bahnhöfen und in deren Umfeld, um dauerhaft sichtbar Präsenz zu zeigen. Eine enge Vernetzung ermöglicht einen schnelleren Austausch mit kurzen Abstimmungswegen. So führen die Partner Erkenntnisse aus verschiedenen Zuständigkeitsbereichen schnell zusammen und stimmen Maßnahmen unmittelbar miteinander ab. Dadurch sind beispielsweise auch eine konsequentere Ahndung und Durchsetzung bestehender Aufenthaltsverbotsverfügungen möglich. Das Ergebnis: Die Partner verzeichnen einen deutlichen Rückgang der Fallzahlen im Bereich der Eigentumskriminalität (beispielsweise bei Taschen- und Trickdiebstählen, Fahrraddiebstählen sowie Kfz-Delikten).
Ein besonderer Schwerpunkt der Polizei Frankfurt und der Stadtpolizei liegt auf der konsequenten Durchsetzung der Gefahrenabwehrverordnung. Hierbei gehen sie insbesondere gegen unerlaubtes Lagern, wildes Urinieren sowie den Konsum von Betäubungsmitteln im öffentlichen Raum vor. Zudem setzen die Partner Maßnahmen zur Vermeidung von Verschmutzungen im öffentlichen Raum sowie zur Durchsetzung des Alkoholverbots an den Zugängen zu den unterirdischen Anlagen der Bahn und in den B- und C-Ebenen der Verkehrsstationen um. Zwei konkrete Beispiele hierfür sind:
In den Abgängen vom Bahnhofsviertel zur B-Ebene des Hauptbahnhofs halten sich sowohl Personen aus der Dealer- als auch der Konsumentenszene auf, die das Sicherheitsempfinden der Reisenden beeinträchtigen. Durch intensive Kontrollen und verstärkte Bestreifungen verbesserte die Polizei Frankfurt die Situation an den Abgängen „Kaisertor“ und „Münchener Straße“ sichtbar. Die Beschwerdelage für diese Örtlichkeiten ging daraufhin deutlich zurück.
Ein weiteres Beispiel ist die Trinkerszene im Bereich Elbe-/ Kaiserstraße, die für viele Verstöße im Bereich Kleinabfälle verantwortlich war. Hier konnten durch die Arbeit der Stadtpolizei weitere Verbesserungen erzielt werden: Bettelei und Lagern in der Kaiserstraße sind aufgrund der hohen Streifenfrequenz rückläufig. Auch die zahlreich durchgeführten Kiosk-Kontrollen führen zu einem positiven Effekt, insbesondere was den Verkauf von illegalen Nikotinprodukten sowie Getränken ohne Pfandsiegel angeht.
Darüber hinaus wurden weitere Maßnahmen ergriffen: Neben der konsequenten Umsetzung der Waffenverbotszone gilt ab dem 15. Oktober auch an allen Stationen der DB ein Alkoholverbot. Ende Juni wurde ein Teil der modernisierten B-Ebene eröffnet. Sie ist nun deutlich heller und offener. Auch das erweiterte Ladenangebot erhöht die Aufenthaltsqualität und stärkt das Sicherheitsgefühl der Besucher:innen. Zudem verstärkte die DB im Rahmen eines bundesweiten Sofortprogramms am Frankfurter Hauptbahnhof ihre Sicherheitsmaßnahmen um eine zusätzliche Doppelstreife und eine zusätzlich mobile Unterstützungsgruppe im Großraum Frankfurt. Bundesweit sind am Frankfurter Hauptbahnhof die meisten Sicherheitskräfte am Bahnhof im Einsatz. Im Erdgeschoss direkt bei Gleis 24 befindet sich eine Bundespolizeiinspektion, die rund um die Uhr besetzt ist. Die Videoausstattung am Hauptbahnhof zählt zu den besten: Über 260 hochauflösende Kameras wurden bereits installiert – weitere folgen im Rahmen der fortschreitenden Modernisierungs- und Umbaumaßnahmen des Großprojekts Masterplan Frankfurt Hauptbahnhof. Zudem hat die Polizei die Videoüberwachung im Bahnhofsgebiet, die einen wesentlichen Baustein der Sicherheitsarchitektur im Bahnhofsgebiet darstellt, ausgeweitet. Auf Grundlage des Hessischen Gesetzes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) kommt zudem die KI-gestützte Videoanalyse in den Videoschutzzonen des Frankfurter Bahnhofsgebiets, der Haupt- und Konstablerwache zum Einsatz.
Die VGF verstärkt über die gemeinsamen Streifen mit den Ordnungsdienstpartnern hinaus ihren Ordnungsdienst. Dadurch weitet sie ihren Streifendienst – über die gemeinsamen Streifen mit den Ordnungsdienstpartner hinaus – aus und verstärkt die Präsenz in ihren Stationen.
Auch Aufklärung und Dialog sind Teil der Zusammenarbeit: Im Mai fand die erste „Sicher FFM Infomeile“ im Foyer des Frankfurter Hauptbahnhofs statt. Verschiedene Stände der Partner informierten über ihre Maßnahmen rund um Sicherheit und Prävention. Mit dabei waren u. a. Roman Poseck, Hessischer Minister des Inneren, für Sicherheit und Heimatschutz, Mike Josef, Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Katja Hüske, Vorständin DB InfraGO Personenbahnhöfe, und Kerstin Jerchel, Geschäftsführerin der VGF. Anlässlich der Veranstaltung wurde zudem der neue Pilotraum „Dialogforum“ am Haupteingang eingeweiht. Seitdem wird die Räumlichkeit intensiv für Formate zu Sicherheit, Prävention und Dialog genutzt. Die Partner veranstalten die nächste Infomeile am 10. November an der U-Bahn-Station „Hauptwache“. Weitere Informationen gibt es in Kürze unter:
Die beteiligten Partner setzen die Ordnungspartnerschaft entschlossen fort und entwickeln sie gemeinsam weiter. Derzeit beraten sie über konkrete Möglichkeiten, diese bewährte und gezielte Zusammenarbeit auf den Bahnhof Frankfurt-Stadion sowie die sichere Abwicklung von Großveranstaltungen auszuweiten.
Zur Kooperationsvereinbarung für mehr Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Frankfurter Hauptbahnhof und an weiteren innerstädtischen Standorten:
Die DB, die Stadt Frankfurt am Main, die Landes- und die Bundespolizei sowie die VGF haben am 1. September 2025 eine wegweisende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, die Sicherheit und Aufenthaltsqualität am Frankfurter Hauptbahnhof, im Bahnhofsumfeld sowie an weiteren wichtigen ÖPNV-Knotenpunkten – zum Beispiel an den Stationen Konstabler- und Hauptwache sowie am Bahnhof Frankfurt-Höchst – nachhaltig zu verbessern. Die Vertragspartner intensivieren und vernetzen damit ihre bewährte Zusammenarbeit, um Ordnungsstörungen und Kriminalität noch wirksamer zu begegnen und das Sicherheitsempfinden der Reisenden und Bürger:innen weiter zu stärken.
Die Kooperationsvereinbarung läuft vorerst für drei Jahre und verlängert sich danach bis auf Weiteres.